Die Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) und Google Deutschland kooperieren. Ziel der Partnerschaft ist es, erstmals kumulierte Netto-Reichweiten für TV- und Onlinevideo-Ausstrahlung als Konvergenzwährung auszuweisen. Zuvor war ein valider Vergleich von TV- und Online-Kontakten aufgrund kanalspezifischer Unterschiede nicht möglich.

Online-Bewegtbild wird ein immer wichtigerer Bestandteil unseres Mediennutzungsverhaltens. Allein auf YouTube werden täglich rund vier Milliarden Videos aufgerufen. Zugleich diversifiziert sich der Bewegtbildmarkt zunehmend, neben Videoportalen und den Streaming-Kanälen der TV-Anbieter gibt es immer mehr Kanäle. Eine einheitliche crossmediale Währung für Werbekontakte ist daher ein enormer Fortschritt für die Budgetverteilung der Werbungtreibenden. Die Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung, ein Zusammenschluss von ARD, ProsiebenSat1 Media AG, der Mediengruppe RTL und ZDF und Google führen dafür die besten zwei Messtools im deutschen Markt zusammen: Das AGF-Fernsehpanel erfasst nicht nur die klassische TV-Nutzung, sondern liefert auch die umfassendste Übersicht über die Reichweiten der Online-Dienste der Sender. Googles Media Efficiancy Panel gilt bei Mediaplanern als Tool der Wahl, wenn es um die Planung von Video-Kampagnen geht. Beide Datenquellen werden mit dem Nielsen Panel zur Messung von Online-Video-Inhalten zusammengeführt.


Für eine vollständige Abbildung aller Bewegtbildkanäle im extrem fragmentierten deutschen Markt ergänzt die Studie die Erkenntnisse aus diesem “best of breed” der Mediapanels durch eine repräsentative Zensusmessung. Gemessen wird dabei die Online-Video-Nutzung auf Desktop-PCs, Laptops, Tablets und Smartphones.

Google Deutschland sieht in der Kooperation mit der AGF die Komplementärfunktion der verschiedenen Bewegtbildangebote bestätigt: “Online-Inhalte und klassisches TV ergänzen einander inzwischen perfekt. Uns ist es wichtig, eine Beurteilungsgrundlage für Werbungtreibende zu schaffen, die dem massiven Anstieg der Nutzung von Online-Bewegtbildinhalten gerecht wird. Und das über alle Touchpoints.”

  die Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung betont die Vorbildfunktion der Partnerschaft: “Wir haben hier ein extrem ambitioniertes Projekt, das europaweit noch seinesgleichen sucht. Eine aussagekräftige Konvergenzwährung muss der Komplexität des Marktes gerecht werden. Dafür haben wir mit Google einen Partner gefunden, der über eine der besten Datenquellen im Bewegtbildmarkt verfügt."

Erste Ergebnisse planen die Partner noch 2015 zu veröffentlichen. Auch eine Einbindung weiterer Datenlieferanten ist möglich.