Die Bereitstellung von Inhalten und Diensten per App ist heutzutage an der Tagesordnung. Wie gelingt es einer mobilen App, nützlich, relevant und anerkannt zu sein? Wie können Nutzer auf dem aktuell übersättigten Markt nicht nur zufriedengestellt, sondern auch gebunden werden? Jenny Gove, UX Research Lead bei Google, nennt 25 Prinzipien für die Entwicklung gelungener mobiler Apps.

Nutzer können von mobilen Apps einfach nicht genug bekommen. Die folgenden Zahlen belegen dies eindrucksvoll: 2017 werden voraussichtlich circa 200 Milliarden Apps heruntergeladen.1 Werbetreibende arbeiten fieberhaft an der Optimierung ihrer eigenen Apps und investieren verstärkt an deren Präsenz. 2015 gaben sie circa 3 Milliarden $ für App-Installationswerbung aus. Das entspricht im Vergleich zu 2014 einer Steigerung von 80 %.2

Angesichts des stark veränderten Nutzerverhaltens überrascht es wenig, dass Werbetreibende großen Wert darauf legen, die eigenen Apps kontinuierlich zu verbessern. Apps bieten nicht nur die Chance, sich auf die Anforderungen von Nutzern einzustellen, sondern auch die Möglichkeit, langfristige und gewinnbringende Beziehungen zu treuen Kunden aufzubauen. Für Entwickler und Markenwerbetreibende ist es zuletzt nicht gerade leichter geworden, Nutzer auf ihre Apps aufmerksam zu machen, sodass sie heruntergeladen und auch aktiv genutzt werden – ganz im Gegenteil. 25 % aller App-Nutzer öffnen eine App ein einziges Mal und dann nie wieder.3

Smartphones werden mehr denn je in entscheidenden Momenten und für immer kürzere Zeiträume genutzt. Was zählt, sind Effizienz und eine positive Nutzererfahrung. Eine gelungene App bietet darüber hinaus die Möglichkeit, den Blick aufs Wesentliche zu richten. Sie hilft Nutzern im entscheidenden Augenblick: wenn sie etwas wissen möchten, wenn sie nach einem Geschäft in der Nähe suchen, wenn sie etwas kaufen möchten oder wenn sie etwas tun möchten.

"25 % aller App-Nutzer öffnen eine App ein einziges Mal und dann nie wieder."

Ein paar einfache Grundsätze oder Prinzipien helfen fast immer weiter. Das hat uns unsere bisherige Arbeit am Design für mobile Websites gelehrt. Sie hat Unternehmen veranlasst, Änderungen vornehmen und Hindernisse aus dem Weg zu räumen, um Kunden eine optimale Nutzererfahrung bieten zu können. Genau wie mobile Websites sollten auch mobile Apps den Nutzern dabei helfen, ihre Aufgaben zu erledigen, und die Ausführung von Conversions erleichtern.

Vor diesem Hintergrund haben wir versucht, das Geheimnis einer gelungenen App zu lüften. Wir haben gemeinsam mit AnswerLab eine Nutzerstudie mit mehr als 100 Nutzern und 100 unterschiedlichen Apps aus den verschiedensten Bereichen durchgeführt: E-Commerce, Versicherungen, Reisen, Onlinelieferservices für Speisen, Ticketvertrieb und Finanzmanagement. Gaming-Apps, soziale Netzwerke und Musikdienste wurden nicht berücksichtigt.

Helfen Sie App-Nutzern beim Erledigen ihrer Aufgaben

Wir haben uns Aufgaben angesehen, deren Ziel in einer Conversion besteht, zum Beispiel den Abschluss von Käufen, die Platzierung von Reservierungen und die Ermittlung von Tarifen und Preisen.

Wir helfen Ihnen mit unseren Erkenntnissen gern dabei, das Interesse an Ihrer Marke zu steigern, und zeigen Ihnen, wie Sie mithilfe bestimmter Funktionen ein überzeugendes Nutzererlebnis gestalten. Apps können Nutzern das Leben erleichtern, indem sie praktische E-Commerce-Lösungen sowie effektive Bestell- und Zahlungssysteme bereitstellen. Letztendlich kommt es bei der Entwicklung einer gelungenen App vor allen Dingen auf eines an: eine positive Nutzererfahrung.

Durch die Studie konnten weitere wichtige Erkenntnisse gewonnen werden. Die 25 wichtigsten von ihnen haben wir in sechs Kategorien zusammengefasst: App-Navigation, In-App-Suche, E-Commerce und Conversions, Anmeldung, Formulare sowie Nutzererfahrung und Verständnis. Wir beginnen mit Kapitel 1: App-Navigation.