Sich von einem Modeblog inspirieren lassen, mit dem Smartphone Preise der gewünschten Schuhe vergleichen oder im Online-Shop das nächste Outfit bestellen: Für viele Modekäufer ist der Gang ins Internet längst eine Selbstverständlichkeit. 40 Prozent der deutschen Onliner, die Modeprodukte einkaufen, bestellen mittlerweile online. Davon kauft jeder Zehnte dieser Online-Käufer über das Smartphone. Dies ist nur eines von vielen Ergebnissen einer aktuellen Studie von TNS Infratest im Auftrag von Google.

Auch für die Recherche vorab wird das Web konsultiert: So durchstöbern 60 Prozent der deutschen Käufer von Jeans, Schuhe und Co. das Internet ehe sie sich zum Kauf entschließen. Fast jeder dritte Online-Modekäufer sucht über das Smartphone nach Inspiration, beispielsweise in Form von Video-Tutorials. Jeder Zweite schaut auch bei der mobilen Produktrecherche Online-Videos. Laut TNS Infratest mündet die mobile Recherche zudem bei sieben von zehn Modekäufern in einer weiteren Handlung. So bestellen 39 Prozent anschließend das Produkt online. 29 Prozent setzen ihre Recherche in einem stationären Geschäft fort und weitere 24 Prozent kaufen das Produkt dort.

Modekäufer sind impulsiv und offen für neue Marken

Ein weiteres Ergebnis: 43 Prozent der Online-Modekäufer handeln impulsiv, lediglich 38 Prozent der Einkäufe waren vorher geplant. Das heißt, die meisten Käufer lassen sich in Sachen Mode gern von neuen Ideen inspirieren, denn nur 16 Prozent hatten vor ihrem Kauf bereits endgültig entschieden, was sie kaufen werden. 44 Prozent hatten nur ein vages Bild vor Augen und weitere 27 Prozent standen dem Einkaufserlebnis unentschieden gegenüber. 44 Prozent greifen regelmäßig zur gleichen Marke ‒ jeder Vierte (25 %) lässt sich beim Kauf auf eine neue Marke ein.

Schlüsselmomente im Kaufentscheidungsprozess

Je nachdem in welcher Phase des Kaufentscheidungsprozesses sich der Kunde befindet, verändert sich auch seine Online-Nutzung. In der ersten Phase, wenn Kunden einen akuten Bedarf bemerken oder eine Marke erstmalig entdecken, suchen 28 Prozent der Modekäufer aktiv online nach weiteren Informationen. Um sich anschließend einen Überblick über die unterschiedlichen Marken auf dem Markt zu verschaffen oder Produkte zu vergleichen, nutzen 64 Prozent das Internet. Immerhin die Hälfte der Käufer (51 %) geht online, wenn es darum geht, das für sie am besten geeignete Produkt zu finden. Neben dem Preisvergleich fließen bei jedem Zweiten auch die auch die Erfahrungen und Bewertungen anderer Kunden in diesem Moment ein. Im Moment der konkreten Kaufabsicht gehen 52 Prozent online auf die Suche und erkundigen sich, wo sie ihr gewünschtes Produkt am besten kaufen können. Drei von zehn Mode-Shoppern, die hierfür das Smartphone nutzen, recherchieren mobil den Weg zum Laden oder die Öffnungszeiten.

Warum ist das für Marken wichtig?

Das Smartphone spielt als „überall-dabei“-Device eine entscheidende Rolle im Kaufprozess. Marken müssen daher mehr denn je sicherstellen, dass sie den Konsumenten auch mobil in den Momenten erreichen, die für ihn von Bedeutung sind. Dafür sollten sie insbesondere für Kleidung und Schuhe auch Kanäle wie Online-Video bedienen und mit Informationen zu Produkten und ihrer Verfügbarkeit im Ladengeschäft die Fragen beantworten, die die Modekäufer haben.

Über die Studie:

Die „Mobile Path to Purchase“-Studie von TNS Infratest im Auftrag von Google zeigt, wie Smartphones die Produktrecherche unterstützen und in Schlüsselmomenten zum Kauf beitragen. Die Studie wurde in 22 Ländern durchgeführt und nimmt insbesondere die Branchen/Produktkategorien Körperpflege, Mode & Schuhe, Möbel und Einrichtungsgegenstände, Laptops sowie Kfz-Versicherungen unter die Lupe. Grundgesamtheit sind Online-Nutzer und Käufer der jeweiligen Produktkategorie ab 16 Jahren, die je nach Produktkategorie online, face-to-face oder gemischt befragt wurden. Die Stichprobengröße dieser Auswertung umfasst n=502 Käufer der Produktkategorie Kleidung und Schuhe.