Da mobile Suchanzeigen erwiesenermaßen zu mehr Ladenbesuchen führen, sollten Unternehmen unbedingt ihre entsprechenden Werbebotschaften optimieren.

Beim Einkaufen wechseln Kunden mittlerweile fließend zwischen Onlineshops und Ladengeschäften hin und her, wobei ihre Mobilgeräte immer häufiger als Orientierungshilfen dienen.

Werbetreibende müssen sich darauf einstellen und bei der Zuweisung des Werbebudgets beide Absatzkanäle berücksichtigen. Eine Analyse der Daten aus Großbritannien ergab, dass jede über eine mobile Suchanzeige durchgeführte Conversion zu vier Ladenbesuchen führte.

Onlineverkäufe steigen zwar rasant an, aber die meisten Nutzer kaufen nach wie vor in Geschäften ein. Wenn Unternehmen diesen Zusammenhang zwischen Onlineaktivitäten und Ladenbesuchen berücksichtigen, können sie ihre Werbeausgaben und die Conversion-Rate im Ladengeschäft optimieren.

Das Personal im Laden weiß, dass Onlinewerbung zu mehr Leads führt, und kann Kunden, die bereits Kaufabsichten gezeigt haben, entsprechend begegnen.

Die Automobilbranche profitiert bereits von diesen Einblicken. Bisher lasen potenzielle Käufer Testberichte in Zeitschriften, bestellten Broschüren und vereinbarten Testfahrten mit dem Händler. Heutzutage führen neun von zehn Interessenten für einen Neuwagen eine Onlinerecherche1 durch. Sie lesen Testberichte, informieren sich über die Leistungswerte, aktuelle Sonderangebote und Inzahlungnahmen und sehen sich relevante Videos an.

BMW und Nissan wollten genauere Informationen über den Zusammenhang von Onlineaktivitäten und Besuchen beim Händler ermitteln. Mithilfe der Conversion "Besuch im Ladengeschäft" in AdWords analysierten sie Daten auf Keyword-Ebene und konnten so den Anzeigenklick einem Nutzer zuordnen, der im Anschluss das Geschäft besuchte.

Nissan optimierte anhand dieser Daten seine Ausgaben für Onlineanzeigen und verzeichnete eine Conversion-Rate von 5 % für Klicks auf Suchanzeigen mit anschließendem Ladenbesuch. Beeindruckende 6 % davon entfielen auf Mobilgeräte. Der Test des Suchmaschinenmarketings von BMW ergab, dass 3,5 % der Nutzer, die auf die Anzeige einer Kampagne im Suchnetzwerk klickten, innerhalb der darauffolgenden 30 Tage einen Autohändler aufsuchten.

Heutzutage beginnt der Kaufprozess meistens auf einem Mobilgerät. Und mittlerweile erfolgen in den meisten entwickelten Märkten mehr Suchanfragen über Mobilgeräte als über Desktop-Computer2. Google bietet Unternehmen eine Reihe von AdWords-Tools, z. B. die lokalen Suchanzeigen und den Kundenabgleich für Shopping, der unlängst beim Think Retail-Event in London vorgestellt wurde. So können Werbetreibende Nutzer in den entscheidenden Momenten auf Mobilgeräten erreichen, Zielgruppen mit hohem Kaufinteresse ermitteln und eine präzisere Ausrichtung vornehmen.

Fakt ist: Mit Onlineanzeigen lassen sich äußerst wirkungsvoll Offlineleads generieren. Somit sollten Werbetreibende Kampagnen entwickeln, die den ganzen Kaufprozess von der Suche bis hin zum Ladenbesuch abdecken, um dadurch nicht nur ihre Wettbewerbsfähigkeit, sondern auch ihr Umsatzpotenzial zu erhöhen.

Quellen
  • 1 2015 Google, TNS Global Auto Study
  • 2 Google-Daten