Eine Sonderwertung des Consumer Barometers untersuchte das Verhalten von Online-Nutzern bei der Recherche und dem Kauf von Einrichtungsgegenständen. Hierzu befragte das Marktforschungsinstitut TNS Infratest im Auftrag von Google 400.000 Onliner aus 56 Ländern der Welt.

Dringender Bedarf ist größte Motivationsquelle

Die Untersuchung ergab, dass es verschiedene Anlässe für den Kauf von Einrichtungsgegenständen gibt. Einer davon ist der dringende Bedarf. Für 57 Prozent der Deutschen ist dies einer der Hauptgründe, sich neue Möbel zu kaufen. Damit liegt Deutschland auf Platz 2 hinter Tschechien (62 Prozent). Ein solcher Bedarf ist beispielsweise dem Cocooning-Phänomen geschuldet ‒ dem Wunsch, die eigenen vier Wände im Herbst gemütlicher zu gestalten, um sich auf die kalten Wintermonate einzustellen. Der zweite große Anreiz ist ein konkretes Angebot, wodurch jeder fünfte deutsche Möbelkäufer aufmerksam geworden ist.

Jeder dritte Deutsche beginnt seine Suche kurzfristig

Auch zum Rechercheverhalten der Deutschen konnten interessante Erkenntnisse gewonnen werden: Jeder dritte deutsche Online-Nutzer startet seine Recherche erst wenige Stunden, bevor er einen Einrichtungsgegenstand kauft.

Von den Online-Researchern nutzt jeder fünfte auch sein Smartphone zur Recherche

Die meisten Deutschen (61 Prozent) recherchieren vor dem Kauf sowohl online als auch offline nach passenden Einrichtungsgegenständen. Den Spitzenplatz mit 86 Prozent hält hier übrigens China. 23 Prozent der Deutschen beziehen ihre Informationen dabei ausschließlich über das Internet. Insgesamt befindet sich Deutschland hier im Mittelfeld, hinter Japan (27 Prozent), Dänemark und UK (jeweils 26 Prozent). Von den Deutschen, die online recherchieren, nutzt jeder fünfte auch sein Smartphone zur Recherche.

Internet ist auch Inspirationsquelle für Möbelkauf

Für 59 Prozent der Online-Researcher dient das Internet dem Produktvergleich, 51 Prozent sehen es als Inspirationsquelle für den Möbelkauf. Jeder dritte Online-Researcher nutzt das Internet zudem zur direkten Kaufvorbereitung, zum Beispiel um Öffnungszeiten und Händleradressen zu recherchieren. Die wichtigsten Online-Recherchequellen der deutschen Möbelkäufer sind die Suchfunktion (42 Prozent), Händler-Websites (36 Prozent) sowie Marken-Websites (14 Prozent).

Mobile Geräte werden immer mehr genutzt

35 Prozent der deutschen Onliner kaufen ihre Möbel im Internet. International vorn liegen hier Südkorea (73 Prozent), China und Japan (jeweils 51 Prozent). Dabei nutzen 31 Prozent der Deutschen Händlerportale wie Amazon und Co., Kaufhäuser (21 Prozent) und Auktionen wie zum Beispiel auf eBay (11 Prozent). Bei der Wahl des Geräts setzen die meisten Deutschen nach wie vor auf den PC (81 Prozent). 13 Prozent nutzen mittlerweile das Tablet zum Möbelkauf und weitere 6 Prozent ihr Smartphone. Insgesamt kauft damit fast jeder Fünfte (19 Prozent) ein Möbelstück über ein mobiles Gerät. International wird in Indien am meisten mit dem Smartphone eingekauft (42 Prozent). Australien ist ebenfalls bei den mobilen Geräten weit vorne: hier werden 21 Prozent über das Smartphone eingekauft und 19 Prozent über das Tablet.