Wenn Nutzer sich informieren, eine Reise planen, etwas tun oder kaufen möchten, greifen sie ganz selbstverständlich zum Smartphone. Lisa Gevelber, VP Marketing bei Google, analysiert neue Forschungsergebnisse, die verdeutlichen, wie Nutzer im Alltag mithilfe von digitalen Informationen entscheiden und handeln.

Wie haben Sie sich informiert, als es noch keine Smartphones gab? Wahrscheinlich haben Sie sich vor einer Reise die Strecke ausgedruckt oder eine Straßenkarte mitgenommen. Vor dem Gang ins Kino haben Sie die Zeitung aufgeschlagen. Die Öffnungszeiten eines Geschäfts haben Sie telefonisch erfragt oder Sie sind einfach auf gut Glück vorbeigegangen.

Und jetzt? Greifen Sie einfach zum Smartphone.

Wir wollten uns genauer ansehen, wie Nutzer die nahezu unbegrenzten Informationsressourcen online und offline verwenden. Dazu haben wir uns mit dem Marktforschungsunternehmen Purchased zusammengetan. Alle hier aufgeführten Ergebnisse und Erkenntnisse stammen aus dieser gemeinsam erstellten Studie. Wir haben 1.000 Smartphonenutzer gebeten, mehrmals täglich an einer kurzen Umfrage teilzunehmen und anzugeben, welche Suchanfragen sie pro Tag auf welche Weise durchgeführt haben.

Als Ergebnis erhielten wir über 14.000 Antworten, von Suchanfragen zur Wahl eines Restaurants für ein besonderes Abendessen über die Suche nach Gutscheinen für ein Geschäft bis hin zur Planung eines Familienurlaubs. Diese Antworten enthielten Tausende von relevanten Momenten, in denen Nutzer auf ihrem Mobilgerät nach Informationen suchten.

Wir haben alle diese Momente analysiert und so erfahren, wie Nutzer sich online und offline verhalten, wenn sie sich informieren, eine Reise planen, etwas tun oder etwas kaufen möchten.

Hier sind die Ergebnisse:

1. Wenn Nutzer etwas benötigen oder wissen möchten, greifen sie zum Smartphone und suchen es

Bei der Suche nach Antworten oder Informationen verlassen sich 96 % aller Nutzer auf ihr Smartphone.

Nutzer führen doppelt so oft eine Suchanfrage durch als sich über andere Online- oder Offlinequellen (Besuch des Ladens, soziale Medien) zu informieren. Die Suche ist nicht nur die am häufigsten verwendete Ressource, 87 % der Nutzer rufen sie auch zuerst auf.

 Neue Daten zum Nutzerverhalten: wie die mobile Welt unser Handeln verändert hat Quelle: Google/Purchased Digital Diary, "How Consumers Solve Their Needs in the Moment," repräsentative Anzahl an Smartphonenutzern in den USA: 1.000, Antworten: 14.840 (Suchanfragen: 10.540), Mai 2016

2: Nutzer treffen mithilfe ihrer Mobilgeräte Kaufentscheidungen

Nutzer verlassen sich bei ihrer Entscheidung zum Kauf auf ihr Smartphone. 70 % der Nutzer, die in einem Geschäft etwas kauften, haben sich zuvor auf ihrem Smartphone über das erworbene Produkt informiert. Haben Nutzer erst einmal eine Suche auf dem Smartphone durchgeführt, folgt fast immer ein Kauf. 92 % der Nutzer, die eine Suchanfrage durchgeführt haben, kauften im Anschluss auch ein entsprechendes Produkt.

 Neue Daten zum Nutzerverhalten: wie die mobile Welt unser Handeln verändert hat Quelle: Google/Purchased Digital Diary, "How Consumers Solve Their Needs in the Moment," repräsentative Anzahl an Smartphonenutzern in den USA: 1.000, Antworten: 14.840 (Suchanfragen: 10.540), Mai 2016

3: Die mobile Suche wird auch für langfristige Projekte verwendet

Lange Zeit suchten Nutzer online, wenn es schnell gehen musste, z. B. um ein bestimmtes Rezept zu finden. Mittlerweile wird die Suche aber auch für langfristige Projekte verwendet. 68 % der Nutzer informierten sich über Dinge, die sie erst zu einem späteren Zeitpunkt benötigten oder erledigen wollten. Diese Art der Suche erreichte den höchsten Wert aller Online- und Offlineressourcen.

Die Suchanfragen für langfristige Projekte erfolgten meistens auf Mobilgeräten: 97 % der Nutzer griffen zum Smartphone.

68 % der Nutzer informierten sich über Dinge, die sie erst zu einem späteren Zeitpunkt benötigten oder erledigen wollten.

Was bedeutet das alles für Werbetreibende?

Nie standen Nutzern mehr Ressourcen zur Verfügung – sowohl online als auch offline. Wenn sie zum Smartphone greifen, um sich zu entscheiden, etwas Neues zu lernen, etwas zu erledigen oder ein künftiges Ziel zu verfolgen, dann beginnt der jeweilige Prozess fast immer mit einer Suche. Deshalb nutzen so viele Unternehmen die Suche und präsentieren sich Nutzern bereits zu einem frühen Zeitpunkt der Kaufentscheidung.

Werbetreibende müssen Informationen geräte-, kanal- und formatübergreifend bereitstellen. Die Suche, insbesondere die mobile Suche, ist dabei der Startpunkt. Wenn Sie Nutzer und ihre Bedürfnisse kennen, können Sie sie in den entscheidenden Mikromomenten mit relevanten und nützlichen Informationen ansprechen.

Die Infografik zeigt, wie Nutzer sich verhalten, wenn sie sich informieren, eine Reise planen, etwas tun oder kaufen möchten. Die Zahlen basieren auf unserer Studie. Aufgeführt werden die Kategorien, für die Mikromomente am häufigsten auftraten, wie häufig sie auf Mobilgeräten vorkamen und ob sie Auswirkungen auf die Kaufaktivität hatten.





Quelle: Google/Purchased Digital Diary, "How Consumers Solve Their Needs in the Moment," repräsentative Anzahl an Smartphonenutzern in den USA: 1.000, Antworten: 14.840, Suchanfragen: 10.540; Smartphonenutzer nach Art der Suchanfrage: 614-940; Käufer nach Art der Suchanfrage: 228-763, Mai 2016