Letzte Woche waren die Blicke der Technikfans ganz auf die Consumer Electronics Show 2015 in Las Vegas gerichtet. "Die CES ist zur Bühne für Innovation geworden", so Shawn DuBravac, Chief Economist der Consumer Electronics Association. "Wer die Zukunft der digitalen Wirtschaft mitgestaltet, möchte sich die CES keinesfalls entgehen lassen." Im Ausstellungsbereich wurde den Besuchern viel geboten: von Hundehalsbändern, die sich mit dem Smartphone koppeln lassen, bis hin zu Gürteln, die automatisch enger oder weiter gestellt werden können. Neben der Frage nach dem Machbaren stellt sich jedoch auch die Frage: Was ist sinnvoll? Wir haben DuBravac und Google-Experten zu den großen Trends in den Bereichen Technik, Marketing und Design befragt und wollten wissen, wie sie deren Bedeutung für die Wirtschaft einschätzen.

Welche technischen Trends sollten Werbetreibende 2015 im Auge behalten? In diesem Video kommen Branchenexperten zu Wort, die die CES besucht haben: Shawn DuBravac, Chief Economist und Director of Research bei der Consumer Electronics Association; Ryan Barnett, Partner Technology Manager für Android Wear; Henry Newton-Dunn, Designer für Android, sowie Avinash Kaushik, Experte für digitales Marketing bei Google.


<big>Beim Internet der Dinge geht es nicht um die Geräte</big>

Wir haben die Einführung weiterer internetfähiger Objekte erlebt: Autos, Schlösser, ja sogar Gürtel. Wir haben aber auch erkannt, dass es nicht um die Geräte geht. Vielmehr geht es um die Menschen und die Erfahrungen, die ihnen diese Geräte ermöglichen. Barnett betont, dass Wearables "bewusst auf Mikrointeraktionen ausgerichtet" sind. Das bedeutet, dass wir sehr viel häufiger damit interagieren. Diese Geräte "werden immer mehr Teil unseres Lebens", so Barnett. Dadurch werden wir präsenter. Die Geräte produzieren immer mehr Daten. Damit haben Werbetreibende die Möglichkeit, die Nutzererfahrungen zu optimieren.

<big>Personalisiertes Internet mit Mobilgeräten</big>

Über Mobilgeräte sind wir ständig in Kontakt mit Personen, Produkten, Dienstleistungen und Erfahrungen. Anhand von Daten können das Web und die Welt des Nutzers individuell gestaltet werden. Mobilgeräte sind zum "Sucher für unser digitales Leben" geworden, erklärt DuBravac. Als Werbetreibende müssen wir die Absicht hinter diesen Internetverbindungen verstehen und entsprechend reagieren. Und angesichts von 4,9 Milliarden internetfähigen Geräten, die dieses Jahr online gehen, gibt es unzählige Anknüpfungspunkte. Wir haben heute wesentlich öfter Zugang zu den Nutzern und somit "steht viel mehr Zeit für die Interaktion von Nutzern mit Unternehmen zur Verfügung". Deshalb ist die Frage: "Was können wir den Nutzern bieten?", so Avinash Kaushik, Experte für digitales Marketing bei Google.

<big>Personalisierung ist von überragender Bedeutung</big>

Nutzer sind heute beinahe rund um die Uhr online und haben sich daran gewöhnt, das Gewünschte genau dann zu bekommen, wenn sie es brauchen. DuBravac sagte: "Vorausschauende Empfehlungen sind die Option der Zukunft für Unternehmen." Werbetreibende müssen dazulernen und sich ständig verbessern, um die Nutzerinteraktion zu optimieren. "Wenn Sie an jedem Touchpoint den jeweiligen Nutzer verstehen", erklärt Kaushik, "spielt es keine Rolle, was die Zukunft bringt. Sie sind in jedem Fall gut gerüstet."

Die Revolutionierung des Alltags ist in vollem Gange, deshalb sollten wir uns folgende Fragen stellen:

  • Sind wir für unsere Kunden da, wenn sie uns brauchen?
  • Sammeln wir die richtigen Daten und Informationen, sodass wir mit jeder Kundeninteraktion klüger und besser werden?
  • Beziehen wir Schnelligkeit als Wert in unser Handeln mit ein?
  • Sind wir flexibel genug, um mit dieser Revolution Schritt zu halten?