90 % aller Medieninteraktionen laufen heute über Bildschirme ab, sei es auf Smartphones, Tablets, Laptops oder Fernsehern, und Unternehmen, die Nutzern eine plattform- und geräteübergreifende Interaktion mit ihrer Marke ermöglichen, erreichen mehr Kundenbindung. Wo sollten Sie also beginnen?

Nutzer gehen heutzutage im Laufe des Tages über viele verschiedene Geräte ins Internet, sei es per Smartphone, während sie zur Arbeit pendeln, per PC am Arbeitsplatz oder per Tablet am Abend auf dem Sofa. Internetauftritte von Unternehmen, mit denen Nutzer zu jeder Zeit auf allen Geräten interagieren können, generieren mehr Kundenbindung. So finden Sie den Einstieg:

1. Beobachten Sie, wie Kunden momentan mit Ihrer Website interagieren
Analysieren Sie den Traffic auf Ihrer Website und finden Sie heraus, woher Ihre Kunden kommen, zu welcher Zeit sie Ihre Seite besuchen, welche Arten von Inhalten sie konsumieren und besonders welche Geräte sie nutzen. Durch eine gründliche Analyse bekommen Sie ein gutes Verständnis für den Ist-Zustand und die Bereiche, denen Sie Priorität einräumen sollten.

2. Passen Sie Ihre Wertversprechen an die Kundenbedürfnisse an
Die Analyse Ihrer aktuellen Website könnte Ihnen Hinweise geben – z. B. was ein Smartphone-Nutzer im Gegensatz zum Computer- oder Tablet-Nutzer sucht. Die Priorisierung bestimmter Inhalte auf der mobilgerätefreundlichen Version Ihrer Website könnte Ihre Konversionsraten steigern und Ihrem Unternehmen Umsatzzuwächse bescheren. Ihr Ziel sollte sein, die Inhalte auf spezifische Zielgruppen zuzuschneiden und nicht etwa zu entfernen und eine verkürzte Version Ihrer Website anzubieten. Die Berücksichtigung der Nutzerinteressen bei der Erstellung von gerätespezifischen Inhalten ist der Schlüssel zu einem positiven Kundenerlebnis.

3. Entscheiden Sie sich für die passende Implementierungsoption
Es gibt üblicherweise drei Ansätze, die im Web zur geräteübergreifenden Ansprache von Nutzern genutzt werden und Inhaltsanpassungen auf Basis des Nutzerkontexts erlauben. Es gibt keine Pauschallösung, da jedes Unternehmen andere Anforderungen, Ressourcen und bereits eingesetzte Technologien hat. Besprechen Sie am besten die Vor- und Nachteile jeder Option mit Ihrem Webmaster oder Ihrer Agentur. Hier ist eine Übersicht über die drei Implementierungsoptionen:

  • Responsives Webdesign
    Responsives Webdesign (RWD) ermöglicht Ihnen die Optimierung Ihrer Website für verschiedene Bildschirmgrößen, ohne mehrfache Versionen erstellen zu müssen. Mithilfe flexibler CSS- und JavaScript-Templates passt eine responsive Website die Bilder, Templatelayouts und Inhalte an die Bildschirmgröße des Anzeigegeräts an. Durch die Verwendung einer einzigen URL für das Inhaltsangebot ist es für Ihre Nutzer leichter, mit ihnen zu interagieren und Ihre Inhalte zu teilen und verlinken. Außerdem gibt es keine Weiterleitungen zu den geräteoptimierten Ansichten, was geringere Ladezeiten bedeuten kann. Um eine wirklich gute Nutzererfahrung mithilfe von RWD zu schaffen, müssen Unternehmen gerätespezifische Strategien schmieden und die Webinhalte auf die Bedürfnisse des Endnutzers anpassen.

  • Dynamische Anzeige verschiedener HTML-Seiten unter derselben URL
    Wenn ein Kunde Ihre Website besucht, erkennt Ihr Webserver das von ihm genutzte Gerät und zeigt eine darauf zugeschnittene Seite (HTML + CSS) unter derselben URL an. Diese angepassten Seiten können für jede Geräteart entwickelt werden – Mobilgeräte, Tablets, Desktopcomputer und sogar Smart-TV-Geräte. Die Erkennung des Nutzergeräts und Anpassung der Inhalte erfordert etwas Entwicklungsarbeit, z. B. für Stylesheets, die für jedes einzelne Gerät gepflegt werden müssen.

  • Separate mobile URLs
    Eine weitere Option zur Anpassung Ihres Website-Erlebnisses an die Art des Anzeigegeräts ist der Aufbau einer separaten Seite für mobilen Traffic, die unabhängig von Ihrer ursprünglichen Desktop-Seite besteht. Der Browser erkennt, ob ein Besucher auf einem Mobilgerät online ist und leitet ihn an die für Mobilgeräte optimierte Version Ihrer Seite weiter (z. B. mobile.nytimes.com). Eine eigene mobile Seite kann spezifisch auf mobile Nutzer zugeschnitten werden und wird oft separat aufgebaut und gehostet.

Die Berücksichtigung der Nutzerinteressen bei der Erstellung von gerätespezifischen Inhalten ist der Schlüssel zu einem positiven Kundenerlebnis.

4. Vermeiden Sie typische Fehler

  • Wenig Inhalt. Schneiden Sie Ihre Inhalte zu, nicht ab. Ihre Kunden wollen ein für ihr Gerät passendes, umfassendes Nutzererlebnis. Erstellen Sie Inhalte für den mobilen Bereich, anstatt einfach Inhalte von Ihrer Desktop-Seite zu entfernen.
  • Verschiedene Domains. Verwenden Sie für Ihre mobile Seite nicht eine andere Domain, wie beispiel.de im Vergleich zu beispiel.provider.de. Domains haben Markenidentität und wirken sich auf das Suchmaschinenranking aus, die typischerweise oft mühsam über Jahre aufgebaut wurden.
  • Pop-ups. Pop-ups wirken sich generell negativ auf das Nutzererlebnis aus. Wir empfehlen stattdessen ein Banner, das innerhalb Ihrer Seite platziert ist.
  • Nicht abspielbare Videos. Viele Videos sind auf Smartphones nicht abspielbar. Wir empfehlen den Einsatz von HTML5-Standardtags, um Videos einzubinden, und Formate wie Flash zu vermeiden, da sie nicht von allen Mobilgeräten unterstützt werden.
  • Fehlerhafte Weiterleitungen. Falls Sie eine Smartphone-Weiterleitung verwenden, stellen Sie sicher, dass die URL richtig konfiguriert ist, so dass Nutzer auf der richtigen Zielseite landen.
  • Ladegeschwindigkeit. Seiten, die schnell laden, sorgen für ein besseres Nutzererlebnis. Auf Mobilgeräten sind Nutzer sogar noch empfindlicher, was Geschwindigkeit angeht, und geben schneller auf, wenn die Website nicht schnell lädt. Machen Sie den PageSpeed-Test und erfahren Sie, wie Sie Ihre Seite optimieren können.

5. Messen, analysieren und anpassen
Höchstwahrscheinlich werden Sie nicht gleich zu Anfang den Jackpot gewinnen. Erfolgreiche Websitebetreiber beobachten ständig das Nutzerverhalten, um die Inhalte und das Engagement zu verbessern. Die gleichen Prinzipien gelten für geräteübergreifende Websites. Die meisten erfolgreichen Unternehmen mit geräteübergreifenden Websites analysieren die Interaktionen auf allen Geräten und verbessern ständig ihren Webauftritt.