„Ein Leben wird nicht in Tagen oder Stunden gelebt, sondern in Momenten“ – Mit diesen Worten begrüßte Philipp Justus, Vice President, Google DACH & CEE, seine Gäste. Es gehe darum, die Momente zu finden, zu gewinnen und zu messen über alle digitalen Screens hinweg – dabei werde Google behilflich sein.

Bereits zum vierten Mal fand Think with Google in Deutschland statt ‒ in diesem Jahr unter dem Motto „Winning the Moments that Matter“. Rund 500 Gäste kamen dazu in die STATION Berlin. Neu in diesem Jahr war das Format der Veranstaltung: Die Gäste konnten im Vorwege aus insgesamt vier Master Classes mit jeweils vier unterschiedlichen Sessions wählen. Somit hatten sie die Möglichkeit, die für sie spannendsten und wichtigsten Themen noch tiefergehend zu erkunden.

Einen ungewöhnlichen Blick in das digitale Marketing ermöglichte die Web-Psychologin und Autorin Nathalie Nahai. Sie ging der Frage nach, warum es für Unternehmen so wichtig sei, die Psychografie ihrer Kunden zu kennen, um überzeugen Botschaften zu entwickeln. Jeder Mensch könne sich folgenden fünf Charakterzügen – den „Big 5“ – zuordnen lassen: Offenheit, Pflichtbewusstsein, Freundlichkeit, Extraversion und Emotionale Stabilität. Bei jedem Menschen sind diese Charakterzüge vorhanden, bei dem einen mehr und bei dem anderen weniger. Ads müssten daher die Persönlichkeit der Zielgruppe genau ansprechen, um zu überzeugen. Mehr zu Nathalie Nahai finden Sie auch hier.

Die Keynote von Oliver Borm, Advanced Performance Lead EMEA, Google, stand ganz im Zeichen von Mobile First. Mit „Das Telefon wird zur Fernbedienung des modernen Lebens“ brachte Borm es auf den Punkt: das Smartphone nimmt eine zentrale Rolle in unserem Leben ein. Das spiegelt sich auch in weiteren Zahlen wieder: Im letzten Jahr verzeichnete Google mehr Suchanfragen über Mobile als über Laptop und Desktop. Grund für Google, beispielsweise AdWords weiterzuentwickeln und an die neuen Gegebenheiten anzupassen. So ermögliche man nun in mobilen Anzeigen 50 Prozent mehr Platz für den Text. Erste Tests hätten eine Verbesserung der Klickrate um 20 Prozent gezeigt.

Nach einer kurzen Stärkung ging es am Mittag mit den Master Classes weiter. Jannette Flores, Solution Specialist Cross Device Measurement, Google DACH & CEE, und Miriam Tappe, Solution Specialist Automation & Attribution, Google DACH & CEE, gaben einen Einblick darüber, wie geräteübergreifende Werbemaßnahmen richtig zu messen und zu bewerten seien. Viele Unternehmen vernachlässigten die richtige Vertaggung. Ihr Rat daher an die anwesenden Werbetreibenden: „Nutzen Sie die gleichen Tags sowohl für Mobile und Desktop, um Cross-Device messen zu können“. In der gemeinsamen Session von Markus Koch, Geschäftsführer von redblue Marketing GmbH, und Matthias Cada, Attribution Solution Lead bei Google Germany, erklärten die beiden, wie Unternehmen die richtige Attribuierung ihrer Kanäle vornehmen können. Dabei betonte Cada, der Faktor Mensch sei extrem wichtig. Denn nur er wüsste am Ende, wie Kampagnen gesteuert werden können. Attribution hieße nach vorne schauen und nicht die Vergangenheit verbessern.

Das umfangreiche Portfolio von DoubleClick stellte Timo Benzin, Head of Advertiser Business, Google DACH, im Zuge seines Vortrags „A Roadmap to Programmatic: Die Transformation erfolgreich meistern“ vor. Für ihn sei Programmatic ein Prozess, bei dem man kontinuierlich smarter werde. Die Session von Dirk Bruns, Head of Branding Solutions, Google, führte die Zuhörer in die Performance-Möglichkeiten von YouTube ein. Zu Beginn konstatierte er, dass zwar die meisten Werbetreibende YouTube nutzten, die wenigsten aber dessen Möglichkeiten voll ausschöpften. Werbetreibende sollten ihre Kampagnen unbedingt auf YouTube verlängern. Untersuchte Fallstudien zeigten, dass YouTube-Kampagnen in 77 Prozent aller Fälle einen höheren Return on Investment erzielten als TV-Werbung. Weitere Informationen finden Sie auch im Artikel „Werbung & Return-on-Investment: YouTube effizienter als TV“. Am Ende kamen jedoch zwei auf die Bühne, die als Beispiel dafür dienten, wie man das Potential von YouTube am besten nutzen könne: Matthew Youlden und Edward Wood von der Sprach-Lernplattform Babbel. Das Unternehmen setzt auf amüsante Sprachvideos.

Think with Google fand in diesem Jahr zum vierten Mal statt. Nach Berlin (2013), München (2014) und Hamburg (2015), kehrte die Veranstaltung in diesem Jahr wieder in die Hauptstadt zurück.