Das Projekt

Wir wollten die Frage beantworten, die den Fans von „Shining“ auf der Seele brannte: Was wurde aus dem jungen Danny Torrance? Wir wollten Danny jedoch mithilfe technologischer Mittel zum Leben erwecken und die Geräte der Nutzer in die Geschichte einbinden, statt diese nur dazu zu verwenden, die Geschichte darzustellen. Als passende Weise, Dannys Geschichte zu erzählen, erschien uns die Idee, mithilfe des Telefons gemeinsam mit ihm hellzusehen („shine“) und ihm die Kontrolle über den Browser des Nutzers zu überlassen. Dadurch musste der Nutzer auch nicht die Maus und konnte sich völlig auf die 10-minütige Geschichte konzentrieren.

Synchronisieren Sie Ihr Mobiltelefon mit einem Desktop-PC und treten Sie ein in die Welt von Danny Torrance aus „Shining“.

Die Geschichte, die durch den Einsatz von Video, HTML5, Web Audio Programmierschnittstellen und WebSockets realisiert wurde, besteht aus mehreren zentralen Handlungssträngen und Charakteren, die in einer linearen Erzählstruktur miteinander verwoben werden – die Spannung bleibt durchgehend erhalten. So entsteht ein sehr interessantes Erlebnis: Anhand der beiden Bildschirme ist es beispielsweise möglich, auf dem Telefon ein Bild zu zeichnen, das unmittelbar auf einem PC angezeigt wird. Zudem werden Code-Zeilen als Design-Element verwendet, die gemeinsam mit den herkömmlichen Browser-Elementen wie Drop-Down-Menüs, Pop-Up-Fenster etc. gesteuert werden.

Die Ergebnisse

Zunächst musste ein wenig Überzeugungsarbeit geleistet werden, da das Erlebnis nur für Chrome verfügbar sein sollte, aber das Ergebnis war ein großer Erfolg. Wir haben eine völlig neue narrative Erzähltechnik eingesetzt, die es den Nutzern ermöglichte, ein Teil der Geschichte zu werden, in die sie eintauchten. Dieses Erlebnis hat viel mehr Nutzer angesprochen und wurde viel häufiger geteilt, als wir erwartet hatten. Am wichtigsten war jedoch, dass es bei Stephen-King-Fans Anklang fand, einer Zielgruppe, die von „herkömmlichen“ Medien für gewöhnlich nicht sehr beeindruckt ist.