Der IVD unterstützt die Immobilienbranche bei der Digitalisierung

Die Immobilienbranche erfährt derzeit einen wegweisenden Umbruch. Alles, was digitalisiert werden kann, wird digitalisiert. Eine große Herausforderung für die Berufsgruppe der Makler, Verwalter und Sachverständiger: Jetzt gilt es, die Digitalisierung als Chance zu begreifen. Eine Studie des EBS Real Estate Management Institute (EBS REMI) zeigt, dass die Digitalisierung einen positiven Effekt auf den Vermittlungserfolg von Immobilien hat. Warum? Weil eine Immobilie deutlich schneller vermarktet und vermittelt werden kann.

Das zeigt: Wer offen für den Fortschritt ist, wird in der Branche nicht nur überleben, sondern Erfolg haben.

Der Immobilienverband Deutschland (IVD), dem 6000 Unternehmen der Branche angehören, will hier mit gutem Beispiel vorangehen. Der IVD will, dass Makler, Mitgliedsunternehmen und Co. in Zukunft wettbewerbsfähig und marktrelevant bleiben. Deswegen fördert der Verband berufliche Fort- und Weiterbildungen, organisiert Workshops und gibt Handlungsempfehlungen auf dem Weg der Digitalisierung. 

Folgende Schritte werden vom IVD besonders empfohlen:

Präsent sein: Heute recherchieren rund 90 Prozent der Deutschen aller Altersgruppen Waren und Dienstleistungen im Internet (laut einer Erhebung des statistischen Bundesamtes). Daher ist die Grundlage für Erfolg in der Immobilienbranche offensichtlich: eine eigene, professionelle Website, die den Kunden anspricht. Auf Homepages können potenzielle Kunden bereits vor der Besichtigung einen weitreichenden Eindruck von der Immobilie bekommen. Durch den Einsatz von bewegten Bildern und Ton wird die Immobiliensuche zu einem multimedialen Erlebnis.

Auf Online-Marketing setzen: Online-Marketing bietet der Immobilienbranche vielfältige Möglichkeiten zur Kundengewinnung und -bindung. Mit Hilfe von Online-Anzeigen und Portalen erreichen Makler mit wenig Aufwand neue Kunden, die sie mit guten Bildern und einem Link auf die eigene Webseite locken können. Dort gibt es für den Interessenten dann das volle Angebot: kolorierte Grundrisse, Bildergalerien oder virtuelle Rundgänge.

Eine Online-Kampagne, etwa über Google AdWords Express, kann die Visits verhundertfachen, die Bekanntheit des eigenen Unternehmens erhöhen und die Aufmerksamkeit der Kunden auf die Dienstleistung des einzelnen Mitglieds lenken. Google bietet dafür sinnvolle Tools an, um eine relevante Zielgruppe zu erreichen. Dass die Erstellung einer AdWords Express Anzeige in nur wenigen Schritten erfolgen kann, verrät Google in einer kurzen Videoanleitung unter g.co/videokurs.

Moderne Lösungen nutzen: Moderne Software, Kommunikations- und Serviceplattformen sollten genutzt werden, um beispielsweise das Büro auch mobil dabei zu haben, etwa mit dem Tablet. Ein Makler kann so bei einer Wohnungsübergabe das Protokoll digital ausfüllen, den Vertrag digital unterzeichnen lassen und Dokumente wie den Grundriss gleich an den neuen Mieter senden.

Marke digital aufbauen: Dafür eignen sich die sozialen Netzwerke am besten. Social Media Kanäle bieten Chancen, um gezielt mit potenziellen Kunden in Kontakt zu treten und eine größere Bekanntheit zu erreichen. Das hilft nachweislich bei der Kundenakquise.

Der heutige Kunde erwartet eine schnelle und individuelle Kundenansprache, wünscht sich uneingeschränkte Transparenz über die angebotene Leistung und das Objekt. Dies gelingt über Online-Kundentools. Sie fungieren als Kommunikationszentrale zwischen Eigentümer, Verwalter und den unterschiedlichen Dienstleistern einer Immobilie – und machen Papierberge, Portokosten und Telefonate unnötig. Alle Informationen laufen online zusammen. Wichtige Dokumente können mit einem Klick heruntergeladen werden, Mails und Formulare stehen für jeden Kunden in einem eigenen Postfach zur Verfügung. Ein 24-Stunden-Notfall-Service mit SMS-Funktion und E-Mail-Benachrichtigung sowie ein Fragen-Antworten-Katalog, der die häufigsten Problemstellungen aufgreift, garantieren Support rund um die Uhr.

Der HBE unterstützt den Einzelhandel bei der Digitalisierung