Mit dem Onlineshop international durchstarten: 5 Tipps zum Aufbau eines stabilen Zahlungsvorgangs

Andere Länder, andere Präferenzen beim Bezahlvorgang: Wer vorhat, mit seinem Unternehmen in andere Märkte zu expandieren, sollte die dortigen Gegebenheiten kennen und die hiesigen nicht eins zu eins übertragen. Denn während die Deutschen noch an ihren Überweisungen festhalten und Kreditkartendaten nur zögerlich im Internet preisgeben, sind andere Länder schon sehr viel weiter oder ganz andere Vorgehensweisen gewohnt. Hier sind fünf Tipps für einen stabilen Zahlungsvorgang und hohe Conversion-Raten, die es bei einer Expansion zu beachten gilt.

Die digitale Revolution hat kleinen und großen Firmen den Sprung ins Ausland ermöglicht. Wenn man allerdings ein Unternehmen weltweit erfolgreich aufbauen möchte, sind reibungslos funktionierende Kaufprozesse wichtig. Ein stabiler Zahlungsvorgang gehört dazu.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Qualität des Zahlungsvorgangs für unterschiedliche Märkte sicherzustellen. Je nachdem, wie weit die internationale Expansion Ihres Unternehmens vorangeschritten ist, sollten Sie die folgenden Tipps beachten:

1. Zahlungspräferenzen des neuen Markts beachten

Zahlungspräferenzen variieren je nach Markt – und so auch das Nutzerverhalten. Wenn Sie die Erwartungen potenzieller Kunden ganz genau verstehen, können Sie sich den jeweiligen Gegebenheiten anpassen.

Laut Worldpay sind Kredit‑ und Debitkarten in vielen europäischen Ländern die beliebtesten Zahlungsmethoden. In Deutschland greifen jedoch nur 18 Prozent der Nutzer bevorzugt auf die Kreditkarte zurück. Hier verwenden 38 Prozent der Befragten lieber Onlineüberweisungsoptionen wie ELV (elektronisches Lastschriftverfahren), giropay und Sofort(überweisung). In Schweden und Polen setzen 21 Prozent bei E-Commerce-Transaktionen auf Onlinebanking. In den Niederlanden nutzen 59 Prozent der Kunden für Onlinezahlungen das Verfahren iDEAL, das mit dem ELV in Deutschland vergleichbar ist.

2. Mobile Zahlungen anbieten

Wir leben zwar bereits in einer mobilen Welt, aber bis 2020 sollen sogar rund 80 Prozent aller Internetzugriffe über Smartphones erfolgen. Allerdings gibt es hier eine Besonderheit: Obwohl Nutzer Mobilgeräte sehr gern unterwegs für die Recherche verwenden, treffen sie die Kaufentscheidung letztlich am Computer. Denn oft entsprechen die mobilen Websites nicht den Kundenbedürfnissen. Eine stabile und sichere mobile Bezahlstrategie kann Ihnen nicht nur zu mehr Conversions im heimischen Markt verhelfen, sondern auch bei der Expansion in neue Länder von Vorteil sein.

3. Anzahl der Schritte beim Kaufprozess beschränken

Weltweit verlassen durchschnittlich 69 Prozent der Nutzer eine Website oder App, wenn zu viele Schritte erforderlich sind. Das ist gleichbedeutend mit zahlreichen verpassten Verkäufen. Mit einfacheren, reibungslos funktionierenden Zahlungsprozessen können Unternehmen über 35 Prozent mehr Conversions erzielen. So lassen sich dank automatischer Vervollständigung von Google Adressformulare mit entsprechenden Kundendaten befüllen. Mithilfe von Google Pay bleiben Nutzer angemeldet und können mit nur wenigen Klicks bezahlen.

4. Auf Sicherheitsbedenken der Kunden eingehen

Sicherheit nimmt einen hohen Stellenwert bei Onlinekäufern ein. Allein in Deutschland sagen 42 Prozent der Nutzer, dass sie einen Kauf abbrechen, wenn sie Bedenken wegen der Sicherheit haben. Deshalb sollten Sie auf Ihrer Website Vorkehrungen treffen, z. B. HTTPS und Passwortverschlüsselung. Es ist für Nutzer auch beruhigend, offizielle Siegel zur Sicherheit und Zulassung auf einer Website zu sehen.

5. Präferenzen und lokale Bedürfnisse berücksichtigen

In neue Märkte zu expandieren ist nicht unbedingt ein Kinderspiel. Weltweit sind Nutzer heute anspruchsvoller denn je und sie lehnen Angebote ab, die nach dem "Einheitsgrößenprinzip" funktionieren. Unternehmen müssen einfach auf lokale Bedürfnisse der Kunden eingehen, wenn sie Erfolge verbuchen möchten. Maßgeschneiderte Zahlungsvorgänge, zum lokalen Markt passende Zahlungsmittel und nutzerfreundliche Prozesse sind dabei unerlässlich.

Das kostenlose Tool Market Finder gibt detaillierte Informationen und Anleitungen. Damit können Sie besser nachvollziehen, was potenziellen Kunden in anderen Ländern bei Zahlungsvorgängen besonders wichtig ist. Das Tool ist bestens geeignet, um mehr über potenzielle Kunden zu erfahren und Ausstiegsraten beim Warenkorb niedrig zu halten. Außerdem können Sie sich die bevorzugten Zahlungsmethoden pro Land ansehen und Anbieter finden, die Sie beim Einstieg in einen neuen Markt unterstützen.

Ins Ausland expandieren – so einfach finden Sie heraus, wo es Bedarf gibt