Shopping, Banking und Reisen: Die Rolle mobiler Websites und Apps auf dem Weg zur Kaufentscheidung

Im Jahr 2017 müssen Werbetreibende mehr denn je versuchen zu verstehen, wie sich die Verwendung von Smartphones auf das Nutzerverhalten auswirkt. Die Beliebtheit von Mobilgeräten nimmt weiterhin rasant zu. Viele Menschen nutzen die Geräte, um nach Produkten und Dienstleistungen zu suchen und diese zu kaufen. Um Unternehmen dabei zu helfen, maximalen Wert aus mobilen Nutzern zu schöpfen, haben wir untersucht, wie sich mobile Websites und Apps auf das Verhalten von Nutzern in Europa, im Nahen Osten und in Afrika (EMEA) auswirken.

Mobiles Shopping

Bei Käufern in der Region EMEA teilt sich die Nutzung mobiler Geräte in zwei Bereiche: mobile Websites und mobile Apps. Bei unseren Untersuchungen haben wir früh erkannt, dass für die Nutzung einer dieser beiden Plattformen ausschlaggebend ist, in welcher Phase des Kaufprozesses ein Kunde sich gerade befindet. Um sich zu informieren und die gesamte Bandbreite an verfügbaren Produkten und Anbietern zu erkunden, bevorzugen Nutzer in der Regel mobile Websites. Wenn sie Käufe tätigen, greifen sie lieber auf mobile Apps zurück. Mit zunehmender Reife dieses Markts lässt sich in EMEA möglicherweise bald ein ähnlicher Trend wie in den USA beobachten, wo mittlerweile mehr als 50 % aller mobilen Transaktionen über mobile Apps erfolgen.

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Um zu verstehen, warum Nutzer in manchen Situationen mobilen Websites und in anderen mobilen Apps den Vorzug geben, müssen wir betrachten, welche Aktivitäten sie jeweils durchführen möchten und wie gut die Nutzererfahrung von Websites und Apps auf diese Aktivitäten zugeschnitten ist. Unseren Untersuchungen zufolge bevorzugen Nutzer üblicherweise mobile Websites, wenn sie ohne ein bestimmtes Ziel im Internet surfen. 49 % der Befragten schätzten den Informationsgehalt von Websites höher ein als den von Apps. Dagegen greift eine Mehrzahl der Nutzer lieber auf Apps zurück, wenn es darum geht, eine bestimmte Aufgabe schnell zu erledigen. 60 % der Befragten gehen davon aus, dass die Ladezeiten bei Apps kürzer sind, 62 % erwarten eine einfachere Bedienbarkeit. Außerdem gaben 41 % der Nutzer von Shopping-Apps an, sie hätten diese aufgrund von besonderen Rabatten und Angeboten heruntergeladen. Werbetreibende, die mehr Nutzer für ihre mobilen Apps gewinnen möchten, sollten sich nicht nur auf die Vorteile von Apps bei Geschwindigkeit und Nutzerfreundlichkeit verlassen, sondern auch dafür sorgen, dass die Inhalte ihrer Apps genauso aktuell und umfassend sind wie die ihrer mobilen Websites. Umgekehrt sollten Werbetreibende beachten, dass es den Nutzern bei mobilen Websites auch auf kurze Ladezeiten und eine einfache Bedienbarkeit ankommt.

Mobiles Banking

Neben allgemeinen Verhaltensmustern beim mobilen Shopping untersuchten wir in unserer Studie auch, wie sich die Verwendung von Mobilgeräten auf die Bereiche Banking und Reisen auswirkt. Mobile Banking-Apps sind seit einiger Zeit auf dem Vormarsch, weil es mit mobilen Apps viel bequemer ist, den Kontostand zu prüfen, Überweisungen zu tätigen und Rechnungen zu bezahlen als mit herkömmlichen Bankinglösungen. Im Schnitt hatten alle Befragten zwei Banking-Apps auf ihren Geräten installiert. 31 % gaben an, sie würden diese Apps täglich nutzen. Rund 54 % der Nutzer von Banking-Apps begründeten den Download der Apps damit, dass diese von ihrem eigenen Bankhaus oder Kreditinstitut angeboten wurden. Durch diese hohe Bereitschaft unter Bestandskunden, mobile Banking-Apps herunterzuladen und zu nutzen, bieten sich Kreditinstituten hervorragende Möglichkeiten, die Kundentreue zu stärken und noch mehr Nutzer für ihre Apps zu gewinnen. Banking-Apps, die neben einfachem Zugriff auf die wichtigsten Bankingfunktionen auch hilfreiche Benachrichtigungen zu Einzahlungen, Transaktionen und Kontoständen bieten, werden schnell zum unverzichtbaren Begleiter für den Alltag.

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Mobile Reisebuchung

Bei der Untersuchung des Reisesektors stellten wir fest, dass Nutzer bei der Buchung von Urlaubs- oder Geschäftsreisen eher mobile Websites verwenden. 57 % der Befragten gaben an, in den vergangenen 30 Tagen eine mobile Website zur Reisebuchung genutzt zu haben. Unsere Studie ergab jedoch auch, dass in diesem Bereich weder Websites noch Apps eindeutig bevorzugt werden. Das heißt, es gibt keinen Grund, weshalb eine gelungene systemeigene App nicht mindestens genauso viele Nutzer ansprechen sollte wie eine mobile Website. Bevor Nutzer eine Reise buchen, beginnen sie zunächst mit der Suche nach Angeboten. In dieser Phase haben Anbieter von Reise-Apps die Möglichkeit, die Nutzerbasis für ihre App zu vergrößern, indem sie passende Inhalte in ihr Angebot integrieren. Eine hervorragende Nutzererfahrung mit Informationen zu Flügen, Rabatten und anderen relevanten Inhalten kann für mehr Interaktionen sorgen und die Conversion-Rate erhöhen – vor allem, wenn Nutzer sich zunehmend mit der Funktion für In-App-Käufe anfreunden.

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