Warum Werbetreibende auf eine ansprechende mobile Nutzererfahrung achten sollten

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Was macht gute mobile Websites und Apps aus? Laut neuesten Untersuchungen sind Nutzern eine hohe Geschwindigkeit sowie eine einfache Handhabung wichtig. Allerdings erfüllen nur wenige Unternehmen diese Erwartungen. Wir haben die mobilen Websites 316 europäischer Einzelhandels-, Reise- und Finanzunternehmen im Hinblick auf die Nutzererfahrung bewertet.

Potenzielle Kunden legen immer mehr Wert auf schnelle und ansprechende mobile Auftritte. Und da die Zahl der mobilen Nutzer – vor allem in aufstrebenden Märkten – weiter ansteigt, nehmen die Erwartungen stetig zu. Laut unserem "Consumer Barometer Report" für das Jahr 2016 ist der Smartphonebesitz in 40 Ländern seit 2012 von 30 % auf ganze 70 % angestiegen.1 Jeder achte Nutzer gab an, dass er in den vergangenen sechs Monaten zum ersten Mal ein Smartphone verwendet hatte.1

Doch obwohl Mobilgeräte mittlerweile so verbreitet sind, schaffen es viele Unternehmen nicht, die hohen Erwartungen hinsichtlich einer verbesserten mobilen Nutzererfahrung zu erfüllen. Sie müssen Nutzer nicht mehr nur in ihrer Kategorie überzeugen, sondern ihnen die beste digitale Erfahrung überhaupt bieten. Eine potenzielle Kundin, die nur ein- oder zweimal tippen muss, um etwas in ihrer Shopping-App zu kaufen, hat woanders ähnliche Ansprüche: Sie möchte zum Beispiel genauso schnell und unkompliziert in ihrer Banking-App eine Überweisung durchführen oder auf einem Reiseportal einen Flug buchen.

Erfüllen Unternehmen diese Erwartungen nicht, kann es für sie teuer werden – vor allem, wenn die Wechselkosten gering sind. Unsere Untersuchungen haben ergeben, dass 61 % der Nutzer einer nicht für Mobilgeräte optimierten Website wahrscheinlich zum Angebot eines anderen Anbieters wechseln.2 45 % der Besucher einer Website rufen diese nicht erneut auf, wenn die Nutzererfahrung schlecht war.2

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Google wertete im Rahmen eines Projekts 316 mobile Websites aus der Reise-, Einzelhandels- und Finanzbranche in ganz Europa aus. Ziel war es, Unternehmen ein besseres Verständnis der Best Practices für die Nutzererfahrung auf Mobilgeräten sowie die Websitegeschwindigkeit zu vermitteln. Dabei stellte sich heraus, dass diese beiden Faktoren für Unternehmen am entscheidendsten sind.

Ansprechende Inhalte müssen sofort zur Verfügung stehen

Nutzer wollen heute nicht mehr nur das beste Angebot, sondern verlangen gleichzeitig eine hohe Geschwindigkeit. Unternehmen müssen also schnelle mobile Websites bieten. Allerdings sind Nutzer nicht zu einem Kompromiss zwischen einem ansprechenden und einem schnellen Angebot bereit – sie wollen beides. 30 % der Nutzer erwarten, dass Seiten innerhalb von maximal einer Sekunde geladen werden. 18 % erwarten sogar ein sofortiges Laden der Seite.2

Fast die Hälfte der Nutzer legt also Wert auf eine sehr hohe Geschwindigkeit. Allerdings können viele Unternehmen diesen Anspruch nicht erfüllen. In unserer Studie erzielten nur 14 mobile Websites eine Seitenladezeit von maximal zwei Sekunden und damit das Ergebnis "gut". In den Branchen Einzelhandel, Reisen und Finanzen lag der Durchschnitt bei 4,4 Sekunden.3

Sie glauben, 2,4 Sekunden machen keinen großen Unterschied? Dann beachten Sie folgendes Beispiel: Bei 10.000 Websitebesuchern pro Tag verlieren Sie fast sieben Stunden. Das wäre so, als würde Ihr Unternehmen dienstags geschlossen bleiben.

Tatsache ist: Die Geschwindigkeit ist entscheidend. Hierfür müssen Sie aber nicht Ihre gesamte Website überarbeiten. Am Ende dieses Artikels finden Sie einige Tipps, wie Sie die Seitenladezeit optimieren können.

Auf gute Inhalte und Nutzerfreundlichkeit achten

Wie übersichtlich ist die Navigation Ihrer mobilen Website? Beispiel: Sie sind Händler. Finden Nutzer bei Ihnen schnell, wonach sie suchen, und können den Kauf dann möglichst unkompliziert abschließen? Bieten Sie wiederkehrenden Kunden vorausgefüllte Felder oder den Kaufabschluss auf einer einzigen Seite?

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Laut unserer Studie kommt es bei den 20 größten mobilen Websites in den Bereichen Reisen, Einzelhandel und Finanzen zu großen Unterschieden. Finanzwebsites bieten die schlechteste Nutzererfahrung: 30 % von ihnen werden auf Mobilgeräten als Seiten für Desktop-Computer dargestellt.3

Noch wichtiger: Die Nutzerfreundlichkeit nimmt im Verlauf des Conversion-Pfads ab. Unternehmen investieren zwar in das Design und die Navigation der Startseite, vernachlässigen dafür aber häufig die Produkt- oder Conversion-Seiten – zum Beispiel die zur Registrierung oder Zahlung.

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Die nächsten Schritte für Ihr Unternehmen

Eine Person allein kann keine ansprechende mobile Nutzererfahrung gewährleisten – vielmehr braucht es hierzu ein ganzes Team. Folgende Tipps helfen Ihnen beim Einstieg:

  1. Unter testmysite.withgoogle.com bieten wir Ihnen ein benutzerfreundliches Tool, mit dem Sie zuerst grundlegende Leistungsmesswerte ermitteln können, die die Optimierung für Mobilgeräte sowie die Geschwindigkeit auf Mobilgeräten und Desktop-Computern betreffen. Außerdem lässt sich unter webpagetest.org die Seitenladezeit Ihrer Website bestimmen.
  2. Unsere Tipps zur Gestaltung mobiler Wesites und zum Design mobiler Apps können Sie mit Ihrem Webentwicklungsteam teilen.
  3. Mithilfe von Analysen und des Conversion-Trackings behalten Sie das Verhalten von Nutzern im Blick und erkennen, an welcher Stelle diese Ihre mobile Website oder App verlassen.
  4. Schlagen Sie dem Webentwicklungsteam vor, neue Technologien zu implementieren, mit denen Ihre Website schneller wird. Zwei Empfehlungen:

    Accelerated Mobile Pages (AMP) bezeichnet mehrere Standards zur Verbesserung der Websiteleistung auf Mobilgeräten. Sie können damit optimierte Seiten erstellen, deren Inhalte auf allen Geräten schnell geladen werden. Die Option eignet sich für Websites, für die keine komplexen Funktionen, zum Beispiel Zahlungsoptionen oder zusätzlicher JavaScript-Code, erforderlich sind.

    Sie benötigen eine leistungsstärkere Website mit umfangreicheren Funktionen? Dann könnte sich für Sie die Entwicklung einer Progressive Web App lohnen, die eine App-ähnliche Nutzererfahrung im mobilen Browser bietet. Ohne einen App-Store besuchen zu müssen, können Nutzer hierbei mit mobilen Webseiten interagieren, die das Design und die Funktionen einer App aufweisen. Unter anderem werden Push-Benachrichtigungen, ein Offlinezugriff und eine Verknüpfung auf dem Startbildschirm ermöglicht. Außerdem laden die Seiten extrem schnell.
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