Weihnachtseinkäufern unter die Arme greifen

Emily Eberhard Oktober 2018 Kundeneinblicke, Retail

Heutzutage nutzen 76 Prozent der über 18-jährigen Weihnachtseinkäufer in den USA mindestens drei Kanäle.1 Sehr viele suchen mit dem Smartphone, besuchen eine Händlerwebsite oder gehen in ein Geschäft, um neue Marken und Produkte zu finden oder vertraute Lieblingsartikel wiederzuentdecken

Aber angesichts der enormen Auswahl sind viele Weihnachtseinkäufer überfordert. Sie brauchen Unterstützung, um sich in dem riesigen Angebot zurechtzufinden und eine sichere Wahl zu treffen.

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Wir haben aktuelle Trends beim Kaufverhalten unter die Lupe genommen, um herauszufinden, wie Unternehmen Einkäufer in dieser betriebsamen Jahreszeit die Orientierung erleichtern können. Gönnen Sie sich also einen kleinen Eierlikör und lesen Sie weiter, bei welchen Dingen Verbraucher in dieser Weihnachtssaison Unterstützung benötigen. Alle Daten aus diesem Artikel finden Sie hier.

Überall und jederzeit präsent sein

Untersuchungen zufolge sind 61 Prozent der Einkäufer offen dafür, in der Weihnachtssaison bei neuen Einzelhändlern zu kaufen. Und in der Saison 2017 hat fast die Hälfte von ihnen das auch getan.2 In diesem Jahr beobachten wir, dass Verbraucher mehr denn je dazu bereit sind, neue Marken zu entdecken und auszuprobieren. Das zeigt sich daran, dass mobile Suchanfragen nach "Marken wie" und "Geschäfte wie" in den letzten zwei Jahren um mehr als 60 Prozent zugenommen haben. Beispiele aus den USA: "stores like urban outfitters" ("Geschäfte wie Urban Outfitters"), "stores like victoria’s secret but cheaper" ("Geschäfte wie Victoria's Secret, aber günstiger") und "brands like patagonia" ("Marken wie Patagonia").3 Für solche Verbraucher im entscheidenden Moment da zu sein, ist eine hervorragende Gelegenheit, neue Kunden zu gewinnen. Dabei sollten Sie aber auch die Anforderungen von Stammkunden nicht aus dem Auge verlieren.

Die Unterstützung über Mobilgeräte bleibt weiterhin sehr wichtig. Einkäufer greifen immer häufiger zum Smartphone, um Hilfe beim Einkaufen zu finden. In den letzten zwei Jahren sind die Suchanfragen nach "shopping app" ("Einkaufs-App") um 90 Prozent nach oben geschnellt und Anfragen mit dem Begriff "online shopping" haben im gleichen Zeitraum sogar um 180 Prozent zugenommen.4

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Außerdem sind Videos zu einem beliebten Recherchetool für Weihnachtseinkäufer geworden. Nahezu zwei Drittel der Shopper geben an, durch Onlinevideos Einkaufsideen und Anregungen erhalten zu haben,5 und mehr als 90 Prozent haben über YouTube neue Produkte und Marken entdeckt.6

Das Einkaufen konzentriert sich auch nicht mehr so stark auf die typischen Aktionstage wie Black Friday oder Cyber Monday. Es wird ständig eingekauft – vor, während und nach den Feiertagen. Tatsächlich legen nur etwa 18 Prozent der Shopper ihre gesamten Einkäufe auf das Wochenende zwischen dem Black Friday und Cyber Monday. Bis dahin sind schon 42 Prozent der Weihnachtseinkäufe erledigt.7 Eine Always-on-Strategie ist wichtig, damit Sie Nutzer immer dann erreichen, wenn diese Sie brauchen, und nicht nur, wenn es in Ihre Kampagnenplanung passt.

Auf den Nutzer abgestimmte Anzeigen

Wenn Nutzer nach etwas suchen, erwarten sie, dass sie relevante, auf sie abgestimmte Informationen erhalten. Mehr als die Hälfte der Shopper sind beim Einkaufen an personalisierten Inhalten interessiert.8 Sie wünschen sich passende Sonderangebote von Webseiten, auf denen sie regelmäßig einkaufen, oder möchten daran erinnert werden, an welcher Stelle sie die Webseite beim letzten Besuch verlassen haben. Und vier von zehn Weihnachtseinkäufern suchen nach Einzelhändlern, die sich an persönliche Informationen wie Größen oder Artikel erinnern, die sie gekauft haben.9

Selbst bei der Suche nach Geschenken für andere wünschen sich Einkäufer spezifischere Ergebnisse, die auf ihre unmittelbaren Anforderungen abgestimmt sind. So haben Suchanfragen mit den Begriffen "gift + ... year old" (also "Geschenke für ...-Jährige") in zwei Jahren um mehr als 100 Prozent zugenommen. Und die Zahl der Suchen nach "gifts for dad" ("Geschenke für Papa") ist im gleichen Zeitraum um über 80 Prozent gestiegen.10

Wenn Sie als Unternehmen die diesjährigen Weihnachtseinkäufer überzeugen möchten, sollten Sie wissen: Mit Einheitswerbung für alle erreichen Sie nichts mehr. Haben Sie ein offenes Ohr für Ihre Kunden. Sehen Sie voraus, was sie möchten, und präsentieren Sie es individuell und für den jeweiligen Nutzer passend.

Nicht die Zeit des Nutzers verschwenden

Heutzutage haben Nutzer oft viel zu tun und wenig Zeit. Deshalb soll sich das Einkaufen reibungslos und effizient gestalten – vor allem in der Weihnachtszeit, wenn es noch tausend andere, wichtigere Dinge zu tun gibt. Diese Käufer bedienen sich gern der Technik, um Aufgaben zu erledigen.

In der letzten Weihnachtssaison haben Einkäufer nach eigenen Angaben die Hälfte ihrer Onlinekäufe über das Smartphone getätigt.11 Und Verbraucher, die im letzten Moment einkaufen, scheinen ihren Lieblingsgeschäften weniger treu zu sein: Jeder Dritte von ihnen kauft seine Geschenke dort, wo er sie am schnellsten bekommt.12

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Einkäufer, die lieber im Laden einkaufen, finden häufig über Mobilgeräte den Weg dorthin. In den USA haben Suchanfragen mit "shopping near me" ("in der Nähe einkaufen") in den letzten zwei Jahren um mehr als 200 Prozent zugenommen.13 Und wenn Weihnachtseinkäufer in ein Geschäft gehen, möchten sie wissen, ob sich der Besuch überhaupt lohnt: 41 Prozent wünschen sich von Unternehmen bessere Informationen dazu, welche Produkte auf Lager sind.14

Helfen Sie sich und Ihren Kunden

Machen Sie Ihren Kunden den Weihnachtseinkauf leicht. Durch relevante, individuelle und wirkungsvolle Unterstützung heben Sie sich von der Masse ab. Fragen Sie sich als Erstes: Gebe ich meinen Kunden in dieser Weihnachtssaison die Hilfestellung, die sie benötigen? Wenn dem so ist, könnte das ein großer Schritt zu langfristiger Kundenbindung und mehr Umsatz sein.

Auf Erfolgskurs – so gelang es Desigual, seine Zielgruppe zu erreichen und die Markenerinnerung zu steigern