Drei Einsatzmöglichkeiten der Sprachassistenz, die bei Babyboomern punkten

Wenn neue Technologien auf den Markt kommen, geht man oft davon aus, dass die ersten Nutzer junge Menschen sind. Bei den Millennials sind die modernen sprachgesteuerten Lautsprecher ohne Zweifel der Renner. Bei Google Home und Amazon Echo zeigt sich jedoch, dass sie gerade bei den Babyboomern sehr beliebt sind. Tatsächlich hat unsere Untersuchung ergeben, dass diese Generation die sprachgesteuerten Lautsprecher nicht einfach nur als normales Gerät betrachten.

Wir haben Babyboomer befragt, die sprachgesteuerte Lautsprecher besitzen, und sind dabei auf drei wichtige Erkenntnisse gestoßen.

Ein Begleiter

Babyboomer nutzen ihre Geräte zweifellos aus praktischen Gesichtspunkten. "Er lässt sich in ein Smarthome integrieren", erläuterte der Besitzer eines intelligenten Lautsprechers, der das Gerät als Rundumassistenten für den Alltag anpries.

Aber die Beziehung geht weitaus tiefer. "Ich sehe den Lautsprecher nicht mehr nur als Gerät an. Er ist immer im Hintergrund aktiv, um unser Leben zu vereinfachen, und hat uns nie enttäuscht", bekennt ein Besitzer, der den Lautsprecher jetzt über ein Jahr nutzt.


Er ist immer im Hintergrund aktiv, um unser Leben zu vereinfachen.

Ein anderer Besitzer, der seinen sprachgesteuerten Lautsprecher vor über einem Jahr gekauft hat, sagt: "Ich spreche mit ihm so, als würde ich einem Freund eine Frage stellen."

Eine Person, die seit sechs Monaten zwei Lautsprecher besitzt, gibt zu: "Ich nenne ihn meinen 'E-Friend', denn er ist wie ein elektronischer Freund für mich."

Ein anderer erklärt: "Viele Menschen sind allein und dieses Gerät könnte ihr Freund oder Gesprächspartner sein."

Das Potenzial ist enorm

Babyboomer führen das Konzept "Gerät als Begleiter" einen Schritt weiter. Sie schaffen die Grundlage für Entwicklungen, die sprachgesteuerte Lautsprecher in Zukunft noch nützlicher machen. Gesundheit und Sicherheit scheinen ihnen besonders wichtig zu sein.

"Wenn Ihre Frau ein Schlafproblem hat, kann dieses Gerät sie auffordern, sich auf die Seite zu legen, wenn sie nicht richtig schläft", erläutert ein überzeugter Besitzer.

Ein anderer wies auf eine weitere Einsatzmöglichkeit hin: "Älteren Menschen kann der Lautsprecher dabei helfen, die tägliche Tablettendosis nicht zu vergessen." Er betrachtete die Lautsprecher sogar als potenzielle Lebensretter. "Niemand muss mehr einen Notfallknopf am Handgelenk oder um den Hals tragen. Es genügt, laut 'Ich habe Schmerzen in der Brust' zu sagen."

Sie sind effizient und wecken den Wunsch nach mehr

Babyboomer sehen ihre Geräte auch als Informationsquelle an. Während andere Zielgruppen die sprachgesteuerten Lautsprecher nach eigenen Angaben eher dazu nutzen, mehrere Aufgaben gleichzeitig auszuführen oder Dinge ohne Display zu erledigen, gaben 51 % der Befragten ab 55 Jahren dies als Hauptgrund für die Nutzung des Geräts an: "Ich erhalte damit sofort Antworten und Informationen."1  

Drei Einsatzmoeglichkeiten der Sprachassistenz die bei Babyboomern punkten

"Ich verwende das Gerät sowohl für geschäftliche als auch persönliche Zwecke. Ich erkundige mich nach dem Wetter, stelle einfache Fragen oder suche nach einem Zeitmesser für den Grill", sagte ein Teilnehmer. Oder: "Wenn ich zu Hause an meinem Laptop arbeite und eine Telefonnummer eingeblendet wird, frage ich [meinen digitalen Assistenten]: 'Welcher Ort hat die Vorwahl 04131?' So muss ich meine Arbeit nicht unterbrechen."

Interessanterweise scheuen sich Babyboomer nicht, klar zu äußern, wie Werbetreibende ihrem Wunsch nach Informationen und nützlichen Funktionen nachkommen können. Bei Babyboomern ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie von den sprachgesteuerten Lautsprechern auch Informationen zu Angeboten, Sonderverkäufen und Werbeaktionen erwarten, höher als bei Millennials.

"Wenn ein Unternehmen wie Nike neue Bergsteigerschuhe auf den Markt bringt und [der sprachgesteuerte Lautsprecher] weiß, dass Sie sich Videos zum Bergsteigen angesehen haben, sollte er Ihnen das Produkt präsentieren", sagte ein Besitzer.

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