Reisebranche: 5 Prinzipien effektiver mobiler Landingpages

Melissa Moody, Erica Trittschuh März 2019 Mobile, Reise & Tourismus, Mobile Werbung, UX & Design

Werbetreibende investieren viel Zeit in die Erstellung ansprechender, auf das Unternehmen zugeschnittener Anzeigen. Aber entspricht nach dem Klick auf eine solche die mobile Website auch den Erwartungen der Nutzer? Wie das Creative sollte die Landingpage relevant und nützlich sein. Untersuchungen in der Reisebranche zeigen zum Beispiel, dass eine einfach zu bedienende Website wichtiger ist als Onlinerezensionen oder Treuepunkteprogramme für umsatzstarke Kunden.1

Hohe Absprung- und niedrige Conversion-Raten deuten oft auf ein Missverhältnis zwischen der Nutzererfahrung mit der Landingpage und den Erwartungen der potenziellen Kunden hin. Dabei sind Messwerte wie Return on Advertising Spend (ROAS) oder Cost-per-Action davon abhängig, was nach dem Klick passiert. Und diese Kennzahlen geben letztlich Auskunft über Erfolg und Misserfolg der Marketingmaßnahmen. Deshalb ist es wichtig, dass Werbetreibende der Reisebranche den Weg des Nutzers nach dem ersten Klick erfassen und analysieren. Nur so können sie gegebenenfalls reagieren, um eine positive Nutzererfahrung zu bieten und einen angemessenen ROAS zu erzielen.

Wenn Sie Ihre mobile Website optimieren möchten, aber nicht genau wissen, wo Sie ansetzen sollen, sind unsere Tipps hilfreich. Erfahren sie ebenfalls mehr zu dem Thema in unserem Artikel Mobile Speed: Diese 10 Punkte müssen Seitenbetreiber jetzt beachten.

Fünf Prinzipien effektiver mobiler Landingpages in der Reisebranche

Reisebranche: Fünf Prinzipien effektiver mobiler Landingpages

1. Geschwindigkeit optimieren

Mehr als die Hälfte der Besuche auf einer mobilen Website werden vorzeitig abgebrochen, wenn der Ladevorgang länger als drei Sekunden dauert.2 Die Leistung der Websitegeschwindigkeit können Sie mit PageSpeed Insights, powered by Lighthouse, erfassen. Vielleicht kommen auch Technologien wie Accelerated Mobile Pages oder progressive Web-Apps (PWA) infrage, um die Ladezeit weiter zu verbessern. Expedia hat z. B. in den letzten 18 Monaten eine optimierte, auf PWA basierende und für die Cloud konzipierte Webplattform entwickelt. Sie liefert die technische Grundlage für die Hotelsuche sowie -buchung und die mobilen Landingpages. Jetzt laden die Seiten des Reiseportals zwei- bis dreimal schneller als vorher.

2. Vorzüge klar kommunizieren

Auf einer mobilen Landingpage sollte deutlich werden, wie ein Produkt bei der Problemlösung helfen kann, welche Vorteile es bietet und worin die nennenswerten Unterschiede zu Mitbewerbern bestehen. Im besten Fall vermittelt sie dem Nutzer sofort das Gefühl, am Ende seiner Suche zu sein. Ein gutes Wertversprechen ist in einer kundenorientierten Sprache formuliert und beantwortet die Frage: "Warum sollte ich bei diesem Anbieter buchen?" So könnte ein Kreuzfahrtunternehmen seinen Vorzug mit "Nummer 1 bei Kreuzfahrten" herausstellen. Bei einer Hotelkette wäre beispielsweise der Zusatz "Mehr Standorte in Europa als jeder andere Anbieter" wichtig. 

3. Auffälligen Call-to-Action platzieren

Auf der Landingpage sollte klar erkennbar sein, was der Nutzer tun soll. Mithilfe von Umfragen erfahren Sie, was Reisende von einer aufgerufenen Website erwarten. Wenn Sie dann einen präzisen Call-to-Action festgelegt haben, verwenden Sie am besten kontrastierende Farben und Schriftarten für eine bessere Sichtbarkeit sowie große Schaltflächen, die sich einfach antippen lassen. Außerdem ist es wichtig, potenzielle Reisende ohne Verzögerung zur nächsten Seite im Buchungsprozess weiterzuleiten. Relevante Calls-to-Action wie "Jetzt buchen" oder "Kontakt aufnehmen" dürfen häufiger oder dauerhaft zu sehen sein. Empfehlenswert sind auch Floating-Schaltflächen. 

4. Sichtbare Inhalte priorisieren

Auf Mobilgeräten entscheidend ist der Bereich "above the fold" (ohne Scrollen sichtbar). Hier sollten alle für den Nutzer wichtigen Funktionen und Informationen platziert werden. Am besten verwenden Sie weniger Navigationslinks und Elemente ohne Transaktionsfunktion, um den potenziellen Kunden nicht abzulenken. Die Suchergebnisseiten dürfen verschiedene Beispiele und Möglichkeiten enthalten. Allerdings ist hier weniger mehr. Sonst wirkt die Seite überfrachtet. Auf produktspezifischen mobilen Landingpages mit vielen Bildern ist es besser, sie als wischbare Komponenten anzubieten, statt ein automatisch ladendes Karussell zu verwenden. Bilder sind zwar eine Inspirationsquelle für Reisende, die das Ziel schmackhaft machen, ein übermäßiger Einsatz verlangsamt jedoch die Website. Ihr Entwicklerteam kann die Bilder auf Qualität und Geschwindigkeit hin optimieren. Ein Unternehmen, das  

5. Wichtige Informationen personalisieren

Reisende erwarten, dass auf einer mobilen Website relevante oder personenbezogene Daten automatisch eingebunden werden. Tatsächlich wünschen sich 61 Prozent der Nutzer maßgeschneiderte Angebote und Informationen auf Grundlage ihrer Präferenzen.3 Das erreichen Sie mit automatisch vorausgefüllten Reisezielen oder produktspezifischen Suchanfragen, Links zu den letzten Suchanfragen und Funktionen mit automatischer Vervollständigung. Am besten berücksichtigen Sie auch die Signale der Mobilgeräte wie Standort und Tageszeit. Auf guten Landingpages werden kontextbezogene Informationen des Besuchers verwendet – je nach Phase des Trichters, in der er sich befindet, seinen demografischen Merkmalen oder seinen Interessen. Kontextuelle Relevanz und eine konsistente Nutzererfahrung sind bei dynamischen Landingpages das A und O. Je mehr eine mobile Landingpage auf den potenziellen Kunden ausgerichtet ist, desto besser.

Reisebranche: Fünf Prinzipien effektiver mobiler Landingpages

Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, Ihre mobile Website mithilfe dieser Best Practices zu optimieren. Eine aktuelle Studie belegt, dass bei mobilen Nutzern, die mit der besuchten Website nicht zufrieden sind, die Wahrscheinlichkeit um 62 Prozent geringer ist, dass sie künftig etwas bei dem Unternehmen kaufen, als bei Websites, die eine positive Nutzererfahrung bieten.4 Alles, was Reisende auf einer Desktopwebsite erledigen können, sollte auch auf Mobilgeräten möglich sein. Durch die mobile Opimierung seines Webshops konnte das Buchungsportal Campsy beispielsweise seine Absprungrate um 12 Prozent.

In den USA suchen, planen und buchen 48 Prozent der mobilen Nutzer bereits heute ihre gesamte Reise ausschließlich über das Smartphone.5 Hier zeigt sich das enorme Potenzial für Reiseanbieter, die mit der Optimierung am besten auf der ersten Seite beginnen, die ein potenzieller Kunde sieht. Es liegt in der Hand des Werbetreibenden, seine mobile Website so übersichtlich und relevant wie möglich für Reisesuchende zu gestalten.

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