Programmatic Advertising kommt zwar ursprünglich aus dem Bereich der leistungsbasierten Direct-Response-Anzeigen, spielt mittlerweile aber eine immer wichtigere Rolle für Branding-Werbetreibende, die das Fernsehen anvisieren. Das Londoner Forschungsunternehmen Enders Analysis prognostiziert, dass das Umsatzpotenzial von Fernsehwerbung in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, der Niederlande, Schweden und der Türkei sich insgesamt bis zum Jahr 2018 auf jährlich 220 bis 300 Millionen € erhöht. Hier können Sie den vollständigen Bericht herunterladen.

Laut der neuen Studie verspricht Fernsehwerbung durch die zunehmende Automatisierung und Weiterentwicklung der Anzeigentechnologie im Laufe der kommenden zehn Jahre ein enormes Wachstumspotenzial. Doch um von diesen zusätzlichen Anzeigenumsätzen zu profitieren und ihren Mitbewerbern einen Schritt voraus zu bleiben, sollten Sendeanstalten Enders Analysis zufolge jetzt ihre Infrastruktur und ihre Teams umstellen.

In der Studie heißt es:

  • Zuschauertrends spielen für die Fernsehwerbung in Europa eine entscheidende Rolle: Jüngere Altersgruppen sehen immer weniger fern, das Angebot an Unterhaltungskanälen und -plattformen wird immer vielfältiger, es gibt zu wenige zuverlässige Messwerte für die verschiedenen Gerätetypen, und Onlinevideowerbung entwickelt sich stetig weiter. All das verändert die TV-Werbelandschaft nachhaltig.
  • Programmatic TV steht noch ganz am Anfang, hat sich aber bereits bewiesen: Bei den ersten Anwendungen zeichnete sich ein großes Marktpotenzial ab und Werbetreibende sehen im Fernsehen nun mehr als nur die Möglichkeit der Massenwerbung für Marken.
  • Durch programmatische Werbepraktiken können Fernsehspots europaweit bereichert werden: Zunehmende Möglichkeiten für die Ausrichtung auf Zielgruppen und die Kampagnenautomatisierung werden eine wichtige Rolle spielen, wenn es darum geht, die wachsenden Bedürfnisse von TV-Werbetreibenden in europäischen Medienmärkten zu stillen – darunter auch von solchen, die noch neu im Bereich Fernsehen sind.
  • Bereiten Sie sich jetzt darauf vor, TV- und Onlinevideowerbung in einer gemeinsamen Anzeigenumgebung zu vereinen: Es kommt zu einer allmählichen Verlagerung von den zwei weitestgehend getrennten Märkten, TV und Onlinevideo, hin zu Video als einer einzigen, vielseitigen Anzeigenumgebung. Um bei diesem Trend nicht den Anschluss zu verpassen, müssen Sendeanstalten jetzt in ihre Infrastruktur investieren und ihre Verkaufsstrategien anpassen.

Die Studie liefert einen Überblick über die aktuelle europäische Fernsehlandschaft. Außerdem werden die aktuellen Entwicklungen im Bereich Programmatic TV beschrieben und Empfehlungen gegeben, um sich auf den Trend vorzubereiten.