So schützen wir unsere Nutzer vor betrügerischen Ads

Scott Spencer / April 2020

Menschen vertrauen Google bei der Suche nach Informationen. Darum möchten wir mit aller Kraft sicherstellen, dass die Anzeigen, die Nutzer auf unseren Plattformen sehen, ebenfalls vertrauenswürdig sind. Diese Verpflichtung ist besonders in Krisenzeiten, wie der aktuellen COVID-19 Situation, wichtig.

Unsere Reaktion auf COVID-19

Seit Beginn des COVID-19-Ausbruchs beobachten wir das Verhalten von Werbetreibenden zum Schutz unserer Nutzer vor betrügerischen Anzeigen – Anzeigen die darauf abzielen, einen Vorteil aus der Krise zu ziehen. Diese Anzeigen stammen häufig von Akteuren, die mit Hilfe verschiedener Täuschungstaktiken versuchen, unsere Systeme zu missbrauchen. Im Zuge der Krise sahen wir einen starken Anstieg betrügerischer Anzeigen für stark nachgefragte Produkte wie Gesichtsmasken. Diese Anzeigen warben für Produkte, die deutlich über dem Marktpreis gelistet waren. Zudem wurde die Produktqualität falsch dargestellt, um Konsumenten zum Kauf zu verleiten, oder wurden von Händlern geschaltet, die den Bestellungen nicht nachgekommen sind.

Wir haben eine spezielle COVID-19-Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die rund um die Uhr daran arbeitet, neue Technolgoen zu entwickeln und unsere bestehenden Durchsetzungssysteme zu verbessern, um Betrüger zu stoppen. Diese Bemühungen sind erfolgreich. Wir haben in den letzten Monaten zig Millionen von Anzeigen im Zusammenhang mit dem Coronavirus blockiert und entfernt, unter anderem wegen Verstößen gegen Richtlinien, einschließlich Preismissbrauch, Missbrauch der weltweiten medizinischen Versorgungsengpässe, irreführender Behauptungen über Heilmittel und Förderung unrechtmäßiger Arbeitslosenunterstützung.

Gleichzeitig ist das Coronavirus aber zu einem wichtigen und dauerhaften Thema in alltäglichen Konversationen geworden. Daher arbeiten wir an Optionen, um Werbetreibenden aus verschiedenen Branchen die Möglichkeit zu geben, relevante und nützliche Updates mit ihrer jeweiligen Zielgruppe teilen zu können. In den letzten Wochen haben wir zum Beispiel NGOs, Regierungen, Krankenhäuser und Gesundheitsdienstleister gezielt unterstützt. Wir möchten weiterhin umsichtig aber wirkungsvoll nach unseren Richtlinien handeln, um unsere Nutzer zu schützen und gleichzeitig wichtige Informationen von vertrauenswürdigen Werbetreibenden priorisieren.

Integrität des Ökosystems aufrecht erhalten

Die Integrität der Anzeigen auf unseren Plattformen zu bewahren, wie wir es während des COVID-19-Ausbruchs tun, ist eine Fortsetzung der Arbeit, die wir jeden Tag leisten, um Inhalte, die gegen unsere Richtlinien verstoßen, zu minimieren und Betrüger zu stoppen. Tausende von Menschen arbeiten in unseren Teams, um unsere Nutzer zu schützen und ein sicheres Ökosystem für Anzeigenkunden und Publisher zu wahren.

Im Jahr 2019 haben wir 2,7 Milliarden unangemessene Anzeigen entfernt – mehr als 5.000 Anzeigen pro Minute. Wir haben fast eine Million Werbekonten wegen Richtlinienverstößen gesperrt. In unserem Publisher Ökosystem haben wir über 1,2 Millionen Konten aufgelöst und über 21 Millionen Anzeigen wegen Verstoßes gegen unsere Richtlinien entfernt. Die Auflösung von Konten – nicht nur die Entfernung einzelner Anzeigen oder Websites – ist ein besonders wirksames Durchsetzungsinstrument, das wir einsetzen, wenn Werbetreibende oder Publisher wiederholt gegen unsere Richtlinien verstoßen.

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Verbesserte Durchsetzung gegen Phishing und "Trick-to-Click"-Anzeigen

Wenn wir feststellen, dass bestimmte Anzeigekategorien anfälliger für Missbrauch sind, priorisieren wir unsere Ressourcen, um zu verhindern, dass Betrüger unsere Nutzer ausnutzen. Besonders mit Phishing-Taktiken sind wir vertraut. Dabei handelt es sich um eine gängige Praxis, die von betrügerischen Organisationen eingesetzt wird, um unter Vorspielung falscher Tatsachen persönliche Daten von Nutzern zu sammeln. Im Jahr 2019 sind beispielsweise vermehrt Akteure aufgefallen, die es auf Nutzer abgesehen hatten, die ihren Reisepass verlängern wollten. Sie imitierten echte Anzeigen für Verlängerungs-Websites.Ihre eigentliche Absicht war es aber, Nutzer dazu zu bringen, sensible Informationen wie ihre Sozialversicherungs- oder Kreditkartennummer preiszugeben. Ein weiterer, häufiger Bereich des Missbrauchs sind "Trick-to-Click"-Anzeigen. Diese zielen darauf ab, Menschen zur Interaktion zu verleiten, indem sie auffällige Links (z.B. "Hier klicken") verwenden. Diese sehen oft wie Warnhinweise für Computer- oder Smartphones aus.

Da wir erwarten, dass solche Täuschungstaktiken wie Phishing und "Trick-to-Click" auch künftig immer wieder angewendet werden, können wir sie effektiver bekämpfen. Letztes Jahr haben wir ein internes Team zusammengestellt, um bestimmte Muster und Anzeichen von Täuschungsversuchen zügig zu erkennen, und damit irreführende Anzeigen schneller identifizieren und entfernen zu können. Mit Hilfe dieser Maßnahme konnten wir im Vergleich zum Vorjahr in beiden Kategorien einen fast 50-prozentigen Rückgang betrügerischer Anzeigen verzeichnen. Insgesamt wurden im Jahr 2019 mehr als 35 Millionen Phishing-Anzeigen und 19 Millionen "Trick-to-Click"-Anzeigen blockiert.

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Kontinuierliche Anpassung unserer Richtlinien und Technologien

Einige Branchen sind besonders anfällig für tückisches Verhalten. Da immer mehr Verbraucher Finanzdienstleistungen online abwickeln, haben wir beispielsweise eine Zunahme von Anzeigen für Privatkredite mit falschen Informationen zu Kreditbedingungen beobachtet. Um dem entgegenzuwirken haben wir unsere Richtlinie entsprechend erweitert: Anzeigen zu Krediten dürfen nur dann geschaltet werden, wenn der Werbetreibende auf seiner Website oder App sämtliche Gebühren, Risiken und Vorteile klar angibt. Damit wollen wir erreichen, dass Nutzer ihre Entscheidungen aufgrund fundierter Informationen treffen können. Nach Anpassung der Richtlinie konnten wir 2019 9,6 Millionen dieser unangemessenen Anzeigen entfernen. Dies ist eine Verdopplung im Vergleich zu 2018.

Ende letzten Jahres haben wir in einigen Ländern im Bereich Schulden und Kredite ein Zertifizierungsprogramm eingeführt. Dieses bietet Nutzern die Möglichkeit, mit Gläubigern über die Behebung von Schulden- oder Kreditproblemen zu sprechen. Da das Thema Schulden eine sensible Thematik ist, wollen wir Nutzern einen sicheren Rahmen bieten sich darüber auszutauschen und zu informieren. Unser Zertifizierungsprogramm stellt sicher, dass lediglich amtlich registrierte Werbekunden, Anzeigen für diese Art von Dienstleistungen schalten dürfen. Wir untersuchen kontinuierlich verschiedene Möglichkeiten, dieses Programm auf weitere Länder auszurollen und es entsprechend an die lokalen Vorschriften anzupassen.

So geht es weiter

Eine unserer höchsten Prioritäten ist das Vertrauen unserer Nutzer in das gesamte Ökosystem weiter zu fördern. Besonders in Zeiten eines internationalen Gesundheitsnotstandes ist der Schutz unserer Nutzer wichtiger denn je. Wir sind uns im Klaren darüber, dass sich die Missbrauchstaktiken kontinuierlich weiterentwickeln und neue gesellschaftliche Fragen aufwerfen werden.

Doch wir werden weiterhin sicherstellen, dass wir Nutzer, Werbetreibende und Publisher auf unseren Werbeplattformen vor Betrügern schützen.

Wir schaffen ein sicheres Ökosystem für Onlinewerbung