Das Update: Inklusion beginnt beim Design

Das Update: Inklusion beginnt beim Design

Series
The Update
Guests
Catherine Courage, VP, User Experience at Google
KR Liu, Google Head of Brand Accessibility
Published
Dezember 2020

Im Staffelfinale von The Update berichtet KR Liu, Google Head of Brand Accessibility, warum es wichtig ist, Barrierefreiheit und Intersektionalität in inklusiven Marketingbemühungen zu priorisieren. Catherine Courage, VP of User Experience bei Google, gibt einen Einblick in die Mission des Unternehmens, Menschen mit Beeinträchtigungen im Storytelling authentisch darzustellen. Die beiden Experten diskutieren über Empathie in der Führung und neue Möglichkeiten für Marken, Menschen mit Beeinträchtigungen eine Stimme zu geben.

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>> KR LIU: Es gibt diese sehr bekannte Redewendung

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unter Menschen mit Beeinträchtigung, die sagt,

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[Nichts über uns ohne uns.] „Nichts über uns ohne uns.“

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[Nichts über uns ohne uns.] Und davon bin ich fest überzeugt.

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Es ist eine gemeinsame Reise

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und die benötigt Zeit.

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Das passiert nicht über Nacht.

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Wir werden also weiter daran arbeiten, besser

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zu werden und uns bewusster darüber zu sein,

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[Wie wird man wirklich inklusiv für Menschen mit Beeinträchtigung?] wie wir für Menschen mit Beeinträchtigungen

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[Wie wird man wirklich inklusiv für Menschen mit Beeinträchtigung?] wirklich inklusiv werden können.

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>> CATHERINE: In dieser Folge von The Update

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[Catherine Courage, VP User Experience, Ads and Commerce, Google] [KR Liu, Head of Brand Accessibility, Google] haben wir KR Liu zu Gast,

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[Catherine Courage, VP User Experience, Ads and Commerce, Google] [KR Liu, Head of Brand Accessibility, Google] die Head of Brand Accessibility bei Google ist.

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Wir werden darüber sprechen, wie wichtig

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[Mehr als Zugang: Strategisches Design für alle] Zugänglichkeit und Intersektionalität

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[Mehr als Zugang: Strategisches Design für alle] für unsere Marken und Marketer sind.

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Ich denke, dass sich unsere Zuhörer

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jetzt erst einmal

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fragen werden,

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was Head of Brand Accessibility bedeutet?

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Meine Aufgabe bei Google ist,

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[„Ja“] [„Nein“] aus dem Blickwinkel von Menschen mit Beeinträchtigung unsere Produkte zu betrachten

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[„Ja“] [„Nein“] sowie die Content Creation im Marketing,

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und auch – und das ist für uns besonders wichtig –

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unser Storytelling,

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sodass Menschen sich selbst nicht nur

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mit den Produkten identifizieren können, die wir entwickeln,

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sondern auch

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mit den Inhalten, die wir erstellen.

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>> CATHERINE: Für den Großteil Ihrer Karriere

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lag Ihr Fokus auf dem

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Bereich Zugänglichkeit und Technologie.

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Ich würde gerne wissen,

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wie es dazu gekommen ist.

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>> KR: Das ist bei mir eine persönliche Geschichte.

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Ich habe mein ganzes Leben

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mit einer starken Schwerhörigkeit gelebt

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und bin im Silicon Valley aufgewachsen.

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Ich war also mein ganzes Leben lang von Technologie umgeben.

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Deshalb wollte ich Wege finden,

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um meine persönliche Erfahrung zu nutzen

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[Produkte für Menschen mit Beeinträchtigung inklusiver machen] und Produkte für

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[Produkte für Menschen mit Beeinträchtigung inklusiver machen] Menschen mit Beeinträchtigung inklusiver zu machen.

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Und auch heute noch

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sind Menschen mit Beeinträchtigung

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nicht wirklich präsent im Marketing.

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In der Werbung und im Film

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[Repräsentation von Beeinträchtigung weniger als 1 %] liegt die Repräsentation von Menschen mit Beeinträchtigung bei weniger als 1 %.

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>> CATHERINE: 1 %. Das ist ziemlich eindeutig.

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Es gibt also viel zu tun

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[Wir haben in diesem Bereich noch viel zu tun] in diesem Bereich

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[Wir haben in diesem Bereich noch viel zu tun] und ich bin froh, dass Sie sich darauf spezialisiert haben.

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Können Sie uns etwas genauer erklären,

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was genau

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Zugänglichkeit und Intersektionalität bedeuten?

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>> KR: Na klar.

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Also, wenn wir über Beeinträchtigung sprechen,

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[Keine Beeinträchtigung gleicht der anderen] ist klar, dass keine Beeinträchtigung der anderen gleicht, stimmt's?

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[Keine Beeinträchtigung gleicht der anderen] Und kein Mensch gleicht dem anderen, richtig?

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Also, ich bin eine Frau

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mit starker Schwerhörigkeit,

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die außerdem homosexuell ist.

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Deshalb ist es wichtig, wenn

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wir uns die Geschichten ansehen,

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[„Black trans lives matter“ wird aktuell so häufig gesucht wie noch nie zuvor in der Geschichte] die wir im Marketing erzählen,

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[„Black trans lives matter“ wird aktuell so häufig gesucht wie noch nie zuvor in der Geschichte] dass wir sie von einem

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intersektionalen Standpunkt betrachten,

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um zu sehen, wer unsere Zielgruppe ist,

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wen sie eventuell repräsentiert

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oder wo sie eventuell herkommt.

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Für uns bei Google

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[und verstanden werden] und im Brand Studio, in dem ich sitze,

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[und verstanden werden] bedeutet das, wirklich daran zu arbeiten,

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die Community an einen Tisch zu bringen,

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wenn wir uns verschiedene

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Bereiche unserer Arbeit ansehen.

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>> CATHERINE: Weshalb sind Ihrer Meinung nach

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Zugänglichkeit und Intersektionalität

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für Marken und Marketer

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heutzutage so wichtig?

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>> KR: Wenn man sich mal überlegt,

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wie viele Menschen mit Beeinträchtigung

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[Weltweit gibt es eine Milliarde Menschen mit Beeinträchtigung] es weltweit gibt,

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[Weltweit gibt es eine Milliarde Menschen mit Beeinträchtigung] dann reden wir über eine Milliarde Menschen.

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[Jeder von uns wird irgendwann im Leben in irgendeiner Form eine Beeinträchtigung erleben] Jeder von uns wird irgendwann im Leben

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[Jeder von uns wird irgendwann im Leben in irgendeiner Form eine Beeinträchtigung erleben] in irgendeiner Form eine Beeinträchtigung erleben

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[Arten von Beeinträchtigung] Sie kann dauerhaft sein.

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[Arten von Beeinträchtigung] [Dauerhaft, Vorübergehend] Sie kann vorübergehend sein. Das bedeutet

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[Arten von Beeinträchtigung] [Dauerhaft, Vorübergehend] dass man sich zum Beispiel den Arm bricht.

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[Arten von Beeinträchtigung] [Dauerhaft, Vorübergehend] Oder einen Kratzer am Auge hat.

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[Arten von Beeinträchtigung] [Dauerhaft, Vorübergehend] Und dann für ein paar Tage

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[Arten von Beeinträchtigung] [Dauerhaft, Vorübergehend] keine Kontaktlinsen tragen kann.

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[Arten von Beeinträchtigung] [Dauerhaft, Vorübergehend, Situativ] Oder eine situative Beeinträchtigung.

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[Arten von Beeinträchtigung] [Dauerhaft, Vorübergehend, Situativ] Ein Beispiel hierfür wäre,

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[Arten von Beeinträchtigung] [Dauerhaft, Vorübergehend, Situativ] dass du dein Kind auf dem Arm hast

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[Arten von Beeinträchtigung] [Dauerhaft, Vorübergehend, Situativ] und in der anderen Hand eine Einkaufstüte trägst,

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[Arten von Beeinträchtigung] [Dauerhaft, Vorübergehend, Situativ] und versuchst,

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[Arten von Beeinträchtigung] [Dauerhaft, Vorübergehend, Situativ] die Autotür zu öffnen, aber es nicht kannst.

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[Arten von Beeinträchtigung] [Dauerhaft, Vorübergehend, Situativ] Das ist tatsächlich eine situative Beeinträchtigung.

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Wenn man darüber nachdenkt,

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[Zugänglichkeit zu unseren Produkten kann jedem helfen] dann kann Zugänglichkeit zu unseren Produkten oder in der Welt,

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[Zugänglichkeit zu unseren Produkten kann jedem helfen] in der wir leben und die wir erleben,

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[Zugänglichkeit zu unseren Produkten kann jedem helfen] jedem helfen,

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[Zugänglichkeit zu unseren Produkten kann jedem helfen] nicht nur Menschen wie mir.

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Google hat in den letzten Jahrzehnten vieles entwickelt,

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das einen unglaublichen Einfluss auf die Welt hatte,

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aber es wurde eben auch von

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Menschen mit Beeinträchtigung entwickelt,

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und die meisten Leute wissen das gar nicht.

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Internet, E-Mail, Textnachrichten,

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all das wurde für

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und von Menschen mit Beeinträchtigung entwickelt,

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und mittlerweile werden diese Dinge weltweit von allen genutzt.

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>> CATHERINE: Gibt es Bereiche Ihrer Arbeit

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Zugänglichkeit und Intersektionalität

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in denen die vielen Herausforderungen

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des Jahres 2020 Ihre Arbeit beeinflusst haben,

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und gibt es interessante Lehren, die man daraus ziehen kann?

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[Wie haben die Herausforderungen von 2020 Ihre Arbeit beeinflusst?] die man daraus ziehen kann?

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[Arbeitslosigkeit bei Menschen mit Beeinträchtigung liegt aufgrund von COVID bei 60 %] [Quelle: US Department of Labor, Office of Disability Employment Policy] >> KR: Die Arbeitslosenzahlen bei Menschen mit Beeinträchtigung

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[Arbeitslosigkeit bei Menschen mit Beeinträchtigung liegt aufgrund von COVID bei 60 %] [Quelle: US Department of Labor, Office of Disability Employment Policy] liegen aufgrund von COVID bei 60 %,

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Sechs – null.

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>> KR: Das ist eine Chance

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für Unternehmen, sich die

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vielen, unglaublichen Talente anzusehen,

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denen wir es jetzt ermöglichen können,

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möglicherweise von zu Hause zu arbeiten,

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egal, wo auf der Welt sie sich befinden.

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Also, wenn überhaupt, dann

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sind zwei wirklich tolle Dinge daraus entstanden.

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Es hat zu mehr Aufgeschlossenheit geführt,

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wenn es darum geht, Jobs und Chancen

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für Menschen mit Beeinträchtigung in verschiedenen Bereichen zu schaffen.

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Und es wurde auch eine größere

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Repräsentation von Beeinträchtigung gefördert,

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und zwar auf all die schönen Weisen,

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die wir auf der ganzen Welt sehen,

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sodass mehr Menschen sich selbst sehen können.

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Ich denke, das erste, zu dem ich Menschen ermutige,

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ist, mit der Community zu sprechen,

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eine Beziehung zur Community aufzubauen

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sie mit an den Tisch zu bringen,

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sie zu einem Gespräch einzuladen,

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sie einzuladen, wenn du

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über deine Kampagnen und Ideen nachdenkst,

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und darüber, wie du etwas repräsentieren willst.

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Niemand weiß besser Bescheid als wir, stimmt's?

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[The Update] [Think with Google]of accessibility and intersectionality