3 Wege, um in einem dynamischen Geschäftsumfeld flexibler zu sein

Nicole Eppolito Spence / September 2020

In unsicheren Zeiten sind Unternehmen, die sich anzupassen verstehen, gegenüber anderen im Vorteil. In der aktuellen Situation müssen Strategien von heute auf morgen geändert oder sogar ganz aufgegeben werden. Das gilt auch für Kampagnen, die bereits vor längerer Zeit geplant wurden.

Bei der Digital Agility Week hatten Werbetreibende Gelegenheit, sich Kenntnisse für mehr Flexibilität im digitalen Bereich anzueignen. Im Folgenden stelle ich drei wichtige Schritte vor, die bei der Bewältigung der Herausforderungen, denen sich Unternehmen derzeit stellen müssen, helfen können.

1. Relevanz: Veränderte Kundenbedürfnisse erfordern passende Angebote

In unsicheren Zeiten erwarten Verbraucher von Unternehmen häufiger, dass diese ihnen ein Stück Normalität und eine gewisse Sicherheit für die Zukunft bieten. 77 Prozent der Verbraucher meinen, Unternehmen sollten über ihre Angebote informieren, die im neuen Alltag hilfreich sind.1

Natürlich kann und will nicht jedes Unternehmen Fitnesslösungen für zu Hause oder Brotrezepte anbieten. Dennoch ist es wichtig, schnell auf neue Verbrauchernachfragen zu reagieren. Das setzt voraus, dass Sie die Bedürfnisse Ihrer Kunden kennen und verstehen – sei es durch Umfragen oder anhand von Daten aus Ihrer Kundenanalyse. Welchen Weg Sie auch wählen, um die Motivation Ihrer Kunden zu erkennen: Wenn Sie herausfinden, was deren Verhalten beeinflusst, folgt ein Aktionsplan ganz automatisch.

Haben Sie ein gutes Gespür für die Bedürfnisse Ihrer Kunden, wirkt sich das außerordentlich positiv auf die Qualität Ihrer Werbekampagnen und letztlich auf Ihr Geschäftsergebnis aus. Unternehmen, die Daten zum Kundenverhalten nutzen, erzielen eine um 85 Prozent größere Umsatzsteigerung und eine um 25 Prozent höhere Bruttomarge als andere.2

2. Personalisierung: die Konsumenten mit aussagekräftigeren Werbebotschaften besser erreichen

Vier von fünf Verbrauchern kaufen eher etwas, wenn sie individuell angesprochen werden.3 Auf Google werden täglich Milliarden von Suchanfragen gestellt – jede mit anderer Motivation und in unterschiedlichem Kontext. In Anbetracht dessen wird Personalisierung in großem Maßstab für Unternehmen immer wichtiger.

Das bedeutet, dass sie auf eigene Daten zurückgreifen müssen. Untersuchungen der Boston Consulting Group zufolge finden Werbetreibende eigene Daten essentiell, um das Verbraucherverhalten sowie Verbrauchersegmente und ‑trends zu verstehen. Damit lassen sich Werbebotschaften individueller und aussagekräftiger gestalten sowie deren Effektivität an mehreren Touchpoints im Kaufprozess messen.4

Die Marktdynamik ändert sich schnell. Deshalb muss bei jeder Personalisierung das aktuelle Umfeld berücksichtigt werden. Dank maschinellem Lernen und Automatisierung können Sie zusätzliche Zielgruppen erreichen und Werbebotschaften optimieren. So sind bis zu 30 Prozent mehr Conversions bei dem gleichen durchschnittlichen Return on Investment (ROI) möglich.5

3. Kontext: mit passenden Creatives die Werbewirkung erhöhen

In dynamischen Zeiten müssen Kampagnen ständig neu bewertet werden und Werbetreibende neue Möglichkeiten finden, kreativ zu sein. Es geht nicht mehr nur um den Inhalt. Der Kontext ist genauso wichtig. Früher hat ein Motiv, auf dem Kunde und Geschäftsinhaber in näherem Kontakt zu sehen sind, Vertrauen signalisiert. In Zeiten von Social Distancing erscheint eine solche Nähe dagegen unangebracht.

Wenn Ihre vorhandenen Creative-Elemente nicht mehr passen, haben Sie die einmalige Gelegenheit, etwas Neues auszuprobieren und Ihr Konzept flexibler zu gestalten. Beispielsweise hat die YouTube-Wiedergabezeit überall in Europa zugenommen.6 Deshalb ist der Moment günstig, um mehr Inhalte speziell für Online-Videos zu erstellen.

75 Prozent der Werbewirkung hängt von der Creative-Qualität ab.7 Wenn Sie neue Wege einschlagen, sollte sich das auch in Ihren Online-Shops und digitalen Kampagnen bemerkbar machen und der Nutzerfreundlichkeit dienen. Sorgen Sie z. B. dafür, dass Ihre Website keine zu langen Ladezeiten hat und der Bezahlvorgang optimiert ist. Schließlich möchten Sie auf den letzten Metern keine Kunden verlieren, die Sie mit großem Marketingaufwand auf Ihre Website geführt haben.

Um sich mit jedem dieser Themen vertraut zu machen und mehr darüber zu erfahren, wie Ihnen digitale Agilität dabei helfen kann, sich in unsicheren Zeiten anzupassen, sehen Sie sich die erstmals bei der Digital Agility Week erschienenen Videos zu Suchmaschinen- und Displaywerbung an.

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